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RecceLite: Ein großer Fortschritt

Mazar-e Sharif, 10.11.2009.
„Quantensprung“, unter dieser Überschrift hatte „Aktuell“ in seiner Ausgabe vom 21. September 2009 über die bevorstehende Zuführung von „RecceLite“ für die Luftaufklärung mit den Recce-Tornados beim Einsatzgeschwader Mazar-e Sharif (EG MeS) berichtet. Jetzt ist es da - das neue Aufklärungsmittel der Luftwaffe!

Nach der Landung entnehmen Soldaten der Ground Exploitation Station den Datenträger
Nach der Landung entnehmen Soldaten der Ground Exploitation Station den Datenträger (Quelle: Luftwaffe/PiZ MeS)Größere Abbildung anzeigen

Rufen wir uns noch einmal kurz ins Gedächtnis, was RecceLite eigentlich ist: Mit dem System können mittels hochauflösender Kameras Bilder aus großen Höhen erstellt werden. Diese werden anschließend in der Ground Exploitation Station (GES) von Spezialisten ausgewertet.

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Nahezu in Echtzeit erhalten die Luftbildauswerter die Daten
Nahezu in Echtzeit erhalten die Luftbildauswerter die Daten (Quelle: Luftwaffe/PiZ MeS)Größere Abbildung anzeigen

Fortschritt in der Luftwaffe

Seit rund vier Wochen ist nun die Hälfte des geforderten Bedarfs – zwei Recce-Pods, eine Antenne für den Datenaustausch und vier Stationen für die Auswertung – im Einsatz. Der Kommodore des Einsatzgeschwaders Mazar-e Sharif, Oberst Dr. Jan Kuebart, ist beeindruckt von den ersten Erfahrungen. RecceLite ist ein großer Fortschritt sowohl was die Qualität der Aufklärungsergebnisse als auch den Zeitgewinn angeht.“

Gerade die Geschwindigkeit, mit der die Ergebnisse der Aufklärungsflüge jetzt vorliegen, bedeutet eine wesentliche Weiterentwicklung. Der Leiter der GES beim EG MeS, Major H., erklärt die neue Technik: „Durch den Taktischen Datenlink, der Verbindung zwischen dem Aufklärungsbehälter und der Bodenstation, können Bilder und schnelle Bildfolgen nahezu in Echtzeit an die Auswertestationen übertragen werden.“ Auf dem gleichen Weg werden auch neue Missionspläne an die Besatzung übermittelt. Mit der neuen Software an den Auswerteplätzen können mehrere Einzelbilder zu einem Gesamtbild zusammengefügt werden – „mosaikieren“ nennen die Fachleute dieses Verfahren. Ein weiterer, ganz entscheidender Vorteil ist die Möglichkeit, ein Ziel aus mehreren Perspektiven zu fotografieren. „Dadurch sind weniger Überflüge erforderlich“, so Major H.. Mit der Möglichkeit, jedes Bild auch dreidimensional zu visualisieren, können sich die Spezialisten in der Recce Bodenstation wesentlich einfacher und besser in das Szenario am Boden hineindenken. Ein weiterer Höhepunkt der neuen Software ist das sogenannte „Change Detection“. „Mit diesem Tool können wir Veränderungen über gewisse Zeiträume feststellen“, so Major H. Diese Option dient in ganz erheblichem Maße der Sicherheit der Truppe, weil aus erkennbaren Erdbewegungen oder zum Beispiel Veränderungen des Straßenbelags Hinweise auf mögliche Sprengfallen gezogen werden können.

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Digitale Aufklärung mit dem neuen System „Recce Lite“
Digitale Aufklärung mit dem neuen System „Recce Lite“ (Quelle: Luftwaffe/PiZ MeS)Größere Abbildung anzeigen

Die Zukunft des „RecceLite“

Für Oberst Kuebart, selber „Tornado“ Pilot, ist auch die Tatsache, dass in größeren und damit sicheren Höhen geflogen werden kann, von Bedeutung. „In Kürze werden auch die ersten Nachtflüge mit dem „RecceLite“ durchgeführt.“, so Kommodore Kuebart. Auch hier, dass haben Vergleichsflüge in Deutschland gezeigt, ist mit besseren Aufklärungsergebnissen zu rechnen als mit dem alten Nassfilmverfahren. „Das neue System hat sich bewährt“, fasst Oberst Kuebart seine Erfahrungen zusammen, „es bedeutet wirklich einen Quantensprung.“

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Stand vom: 07.08.12 | Autor: Pressestelle Mazar-e Sharif


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