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Tornado Mission endet - Time to say good bye

Mazar-e Sharif, 26.11.2010.
Mit einem Appell anlässlich der Rückverlegung des Waffensystems Tornado, würdigte der Kommandeur des Regionalkommandos Nord (Commander Regional Command North, RC North), Generalmajor Hans Werner Fritz, den Einsatz der deutschen Auflärungs-Tornados im Einsatzgeschwader Mazar-e Sharif.

Vier Tornados - letztmalig vor der Kulisse des Marmal Gebirges
Vier Tornados - letztmalig vor der Kulisse des Marmal Gebirges (Quelle: Luftwaffe/Bernd B.)Größere Abbildung anzeigen

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Generalmajor Fritz bescheinigt den Soldaten des EG MeS eine Erfolgsstory
Generalmajor Fritz bescheinigt den Soldaten des EG MeS eine Erfolgsstory (Quelle: Luftwaffe/Bernd B.)Größere Abbildung anzeigen

Bewiesenermaßen eine Erfolgsstory

Bevor die Tornados am 27. November ein letztes Mal vom Flugplatz Mazar-e Sharif in Richtung Heimat emporsteigen, war es für Generalmajor Fritz eine besondere Herzensangelegenheit die Leistungen, die durch die Frauen und Männer des Einsatzgeschwaders Mazar-e Sharif erbracht wurden, mit diesem Appell angemessen zu würdigen. „Nach dreieinhalb Jahren endet heute der Einsatz deutscher Tornado-Flieger hier in Afghanistan. Dieser Einsatz wurde anfangs stark diskutiert, hat sich am Ende aber klar als Erfolgsstory erwiesen“, betonte er zu Beginn seiner Rede. Kritiker befürchteten damals, dass deutsche Aufklärungsbilder für Bombenangriffe amerikanischer oder britischer Kampfflugzeuge genutzt würden. „Der Tornado hat sich als ein wichtiges Aufklärungsmittel herauskristallisiert. Die Aufklärungsergebnisse waren Grundlage vieler Operationen in Afghanistan. Die Tornados waren die „Enabler“ im Hintergrund. Nun ja, nicht ganz im Hintergrund. Der Klang startender und landender Jets wird uns noch lange im Ohr bleiben. Früher nannten wir das übrigens den „Sound of Freedom“, unterstrich Generalmajor Fritz am Ende seiner Rede.

Auch Oberst Roubal blickt mit dem stellv. Kommodore OTL Dr. Bauersachs auf eine stolze Bilanz zurück
Auch Oberst Roubal blickt mit dem stellv. Kommodore OTL Dr. Bauersachs auf eine stolze Bilanz zurück (Quelle: Luftwaffe/Bernd B.)Größere Abbildung anzeigen

Bevor die Einheiten des Einsatzgeschwaders Mazar-e Sharif, im Anschluss an den Appell, wieder ihrer Arbeit nachgingen, hob Oberst Gerhard Roubal in seiner Rede gerade diese wichtige Arbeit hervor. „In besonderem Maße wurden die geforderten Leistungen erbracht, die den Maschinen Leben einhauchen. Die Besatzungen haben sich in diesen fast vier Jahren die Klinke in die Hand gegeben und ließen sich auch durch frühe Briefings nicht abschrecken. Die Techniker, die den widrigen Umständen wie Staub und Hitze trotzen mussten, haben dafür gesorgt, dass keine Mission aus technischen Gründen ausfallen musste“, merkte der Wittmunder Kommodore nicht ohne Stolz an.

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Oberfeldwebel Sven W. prüft die Hydraulik der Flügelschwenkanlage
Oberfeldwebel Sven W. prüft die Hydraulik der Flügelschwenkanlage (Quelle: Luftwaffe/Bernd B.)Größere Abbildung anzeigen

Am Ende stand die Zahl 50555

Mit der letzten Landung um genau 14:20 Uhr Ortszeit endete am 22. November 2010 die vorerst letzte Aufklärungsmission der Recce-Tornados über Afghanistan. Mit dem 50555 Luftbild, welches dem ISAF-Hauptquartier in Kabul zur Verfügung gestellt wurde, hat das deutsche Recce-Team ein Ergebnis erflogen, das den internationalen Vergleich in keiner Weise scheuen braucht. Mit der Rückverlegung entsteht allerdings keine Lücke in dem Aufklärungsauftrag der Bundeswehr über Afghanistan. Diese Fähigkeit wird zukünftig durch nationale unbemannte Aufklärungssysteme übernommen sowie durch Abstützung auf Mittel von Partnernationen ergänzt.

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Major I. informiert sich bei Hauptfeldwebel S., ob die Probleme mit dem Bugfahrwerk behoben sind
Major I. informiert sich bei Hauptfeldwebel S., ob die Probleme mit dem Bugfahrwerk behoben sind (Quelle: Luftwaffe/Bernd B.)Größere Abbildung anzeigen

Vorbereitung für den Rückflug der Tornados

Mit Beendigung des Flugbetriebes galt es dann, die sechs Tornados für den Überführungsflug am 27. November nach Deutschland vorzubereiten. Ein kurzes Zeitfenster, aber eine Aufgabe die den Tornado-Technikern der Einsatzunterstützungsgruppe nicht schwer fiel. Schließlich wurde im gesamten Einsatzzeitraum seit April 2007 eine technische Verfügbarkeit von 90 Prozent der Flugzeuge erreicht. Ein Wert, der durch ein motiviertes Team und eine sehr gute Ersatzteilversorgung erreicht wurde. Zusätzlich haben viele kräftige Hände bereits 300 Tonnen Material für den Rücktransport nach Deutschland verpackt.

 

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Stand vom: 21.09.11 | Autor: Bernd B.


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