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Letzter Kommandeur am Standort Mengen/Hohentengen

Mengen/Hohentengen, 08.02.2012.
In einem Feierlichen Appell wurde am 2. Februar Oberstleutnant Peter Feldmeier vom Kommando über das Mengen/Hohentengener Ausbildungsbataillon durch den Kommandeur des Luftwaffenausbildungsregiment, Oberst Eckhard Bodenbender, entbunden und reiht sich damit als letzter Kommandeur in die über 50-jährige Geschichte des Ausbildungsbataillons ein.

Mit der Verabschieudng von Oberstleutnant Peter Feldmeier verlässt der letzte Kommandeur das Bataillon in Mengen/Hohentengen
Mit der Verabschieudng von Oberstleutnant Peter Feldmeier verlässt der letzte Kommandeur das Bataillon in Mengen/Hohentengen (Quelle: Luftwaffe/Dieter Rosenbaum)Größere Abbildung anzeigen

Für Oberstleutnant Feldmeier war es die zweite Verwendung in Mengen/Hohentengen. Bereits von 1995 bis 1997 war er als Kompaniechef in der 2. Kompanie eingesetzt und kehrte am 30. April 2009 als Kommandeur an den Standort zurück. Im Dezember trat Feldmeier nach 32 Dienstmonaten in der Oberschwabenkaserne seine Anschlußverwendung an der Führungsakademie in Hamburg, der höchsten Schule der Bundeswehr, an. Als Dozent für das Führungsgrundgebiet 1 vermittelt er künftig die Grundsätze des Personalwesens der Streitkräfte.

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Oberst Bodenbender würdigte Feldmeier als hervorragenden Vertreter des Bataillons sowohl nach innen als auch nach außen
Oberst Bodenbender würdigte Feldmeier als hervorragenden Vertreter des Bataillons sowohl nach innen als auch nach außen (Quelle: Luftwaffe/Dieter Rosenbaum)Größere Abbildung anzeigen

Das Bataillon hervorragend vertreten

Weit über 100 Gäste aus Politik, Wirtschaft, militärischen Dienststellen und örtlichen Vereinen würdigten mit ihrer Anwesenheit die Verdienste Feldmeiers sowohl als militärischen Führer, als auch im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit in der Region Oberschwaben. „ Sie haben das Bataillon nach innen und außen immer hervorragend vertreten, waren mir ein verlässlicher Berater, Ihren Soldaten ein guter Truppenführer und haben aber auch neben den Interessen Ihres Bataillons immer im Regimentsrahmen gedacht und gehandelt“, dankte Oberst Bodenbender dem scheidenden Kommandeur. Dem stellvertretenden Kommandeur und Leiter des Führungsgrundgebietes 3, Major Stephan Satler, der das Bataillon zukünftig führen und bis zur Auflösung begleiten wird, wünschte Bodenbender während dieser schwierigen Zeit „eine glückliche Hand und immer das nötige Fingerspitzengefühl bei den notwendigen Entscheidungen. Wenn nötig auch mit seiner und der Unterstützung des Regimentsstabes in Roth“.

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Die Nähe zu seinen Soldaten macht die Verwendung so einzigartig, ja sogar zu einer Traumverwendung, so Feldmeier.
Die Nähe zu seinen Soldaten macht die Verwendung so einzigartig, ja sogar zu einer Traumverwendung, so Feldmeier. (Quelle: Luftwaffe/Dieter Rosenbaum)Größere Abbildung anzeigen

Eine Verwendung in der man spürt wo der Schuh drückt

Feldmeier bezeichnete die überwältigende Teilnahme an seiner Verabschiedung nicht nur als Wertschätzung für seine Person, sondern für das gesamte Bataillon. „Es beweist aber auch, dass Sie trotz der Entscheidung zur Standortschließung vom 26. Oktober letzten Jahres das Interesse an den Soldatinnen und Soldaten sowie Zivilbeschäftigten nicht verloren haben, sondern gerade jetzt in dieser schwierigen Zeit zu uns stehen“.
Bei der Übernahme seiner „Traumverwendung“ schätzte Feldmeier die Aufgaben eines Kommandeurs als eine der schönsten und erfüllendsten Verwendungen mit interessanten und fordernden Aufgaben ein. „Heute, am Ende dieser Zeit kann ich sagen, dass ich mit meiner damaligen Einschätzung Recht behalten habe. Es gibt wohl kaum eine Verwendung, in der man seinen Soldatinnen und Soldaten sowie Zivilbeschäftigten an jedem Tag so nahe ist und spürt wo der Schuh drückt als in der Funktion eines Kommandeur“, so Feldmeiers Resümee.

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Ein letztes Mal schritt Feldmeier das angetretene Bataillon ab
Ein letztes Mal schritt Feldmeier das angetretene Bataillon … (Quelle: Luftwaffe/Dieter Rosenbaum)Größere Abbildung anzeigen

Kurzzeitige Heimat für 100.000 Rekruten

In den letzten fünf Jahrzehnten war Mengen/Hohentengen die Heimat für über 100.000 Rekruten während ihrer drei Monate dauernden Grundausbildung. 600 Rekruten pro Quartal wurden mit einer „Stammbesatzung“ von 200 Soldaten sowie knapp 50 zivilen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die Bedarfsträger der Luftwaffe ausgebildet. Diese Ära geht am 29. März, dem Tag an dem die letzen Rekruten die Oberschwabenkaserne verlassen werden, zu Ende. Nach der Auflösungsphase im Herbst diesen Jahres, werden die Lichter in der Oberschwabenkaserne endgültig gelöscht. Dies ist nicht nur für die in der Region stark verwurzelten Soldaten ein tiefer familiärer Einschnitt, sondern auch für die Bevölkerung in der Raumschaft Oberschwaben ein herber Verlust.

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Stand vom: 08.02.12 | Autor: Dieter Rosenbaum


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