Das Ende der Ära
Köln, 06.04.2011.
Die neue Kanzlermaschine, der Airbus A 340 - 300, ist seit dem 30. März 2011 das neue „Flaggschiff“ der Flugbereitschaft des Bundesministeriums der Verteidigung (BMVg) in Köln-Wahn. Beinahe gleichzeitig geht damit eine Ära zu Ende, weil mit der Einführung des größten Flugzeuges der Luftwaffe das Vorgängermodell, der Airbus A310 - 304 VIP, nach knapp 20 Jahren bei der Luftwaffe zur Ausmusterung heransteht.

Zwei Luftfahrzeuge vom Typ Airbus A 310 der ehemaligen Fluggesellschaft Interflug, die durch eine Modifizierung eine wesentlich größere Reichweite als übliche Maschinen erreichten, wurden am 19. September 1991 vom zivilen- ins militärische Luftfahrzeugregister der Bundeswehr übertragen. Von da an war die Flugbereitschaft des Bundesministeriums der Verteidigung für die Maschinen verantwortlich. Mit der Übernahme durch die Bundeswehr erhielten die Flugzeuge die Bezeichnungen 10 + 21 - „Konrad Adenauer“ und 10 + 22 „Theodor Heuss“.

Beide Luftfahrzeuge waren reine VIP-Versionen und dienten hauptsächlich der Beförderung hochrangiger Regierungsmitglieder.
Im hinteren Bereich der Maschinen befinden sich 22 Business Class-Sitze und 57 Economy Class-Sitze.
Im VIP-Bereich verfügen sie über 12 Sitzplätze mit Arbeitsflächen und zwei Schlafzimmern inklusive Nassbereich. Ihre Ausmusterung aus der Flotte der Flugbereitschaft BMVg ist aber nicht gleichzusetzen mit ihrer Verschrottung. Aufgrund des guten Pflege- und Wartungszustandes können sie an einen neuen Besitzer verkauft werden.

Ab Mai stehen die beiden Maschinen nun zum Verkauf: Jedermann kann bei der für die Veräußerung zuständigen Einrichtung, der Vebeg in Frankfurt/Main, ein Gebot einreichen. Als erstes erfolgt die Veräußerung der 10 + 22 „Theodor Heuss“. Voraussichtlich im Sommer diesen Jahres wird auch die 10 + 21 „Konrad Adenauer“ ihre letzte Reise für die Bundeswehr antreten. Weitere Hinweise zur Ausschreibung der Maschinen finden Sie auf der Website www.vebeg.de


