50 Jahre Luftwaffe in Diepholz
Diepholz, 02.08.2006.
160 Soldaten des Fliegerhorstes waren angetreten, 150 geladene Gäste und zahlreiche Schaulustige verfolgten das gut einstündige Geschehen außerhalb des Fliegerhorstes. Mitten in der Stadt, im Diepholzer Müntepark, feierte die Bundeswehr am 6. Juli 2006 "50 Jahre Luftwaffe am Standort Diepholz"

Nach dem militärischen Appell im Park begrüßte Bürgermeister Dr. Thomas Schulze viele Vertreter des öffentlichen Lebens im Rathaus zum Empfang. Die Luftwaffe in Diepholz war mit dem Appell bewusst in die Öffentlichkeit gegangen - auch, um das von Anfang an beispielhaft gute Verhältnis zwischen Bürgern und Bundeswehr in der Kreisstadt zu unterstreichen. Einziger Wermutstropfen bei der gelungenen Jubiläumsveranstaltung: Das Heeresmusikkorps 7 aus Düsseldorf, das die musikalische Umrahmung übernehmen sollte, steckte bei Osnabrück auf der nach einem Unfall gesperrten Autobahn fest. Die Luftwaffe war auch darauf vorbereitet und zog "Plan B" aus der Tasche. Märsche und Nationalhymne wurden in einem exakten Timing zu den Kommandos auf dem Appellplatz Playback eingespielt.

Der Fliegerhorst hat Geschichte
Beim Appell blickte der Kommandeur des Diepholzer Luftwaffeninstandhaltungsregiments 2, Oberst Michael Vetter, zurück auf die Geschichte des Fliegerhorstes. Diese begann am 21. März 1936 mit der Indienststellung durch die deutsche Wehrmacht. Am 21. Februar 1944 wurde der Flugplatz bei einem alliierten Bomberangriff stark getroffen. Der Neubeginn erfolgte im Juni 1956. Ein Vorkommando aus zwei Soldaten verlegte auf den Fliegerhorst, der noch mit Vertriebenen belegt war. Bereits am 10. August rückt der erste Zug Luftwaffensoldaten in die Garnison ein. Zu diesen ersten Soldaten gehörte auch Hauptmann außer Dienst (a.D.) Hans Buchwald, der noch in Diepholz lebt und auf Wunsch der Verantwortlichen beim anschließenden Empfang der Stadt im Rathaus aus der Anfangszeit berichtete. Weiterer Redner beim Empfang war Oberst a.D. Burckhard Bode, der bis 1994 selbst Diepholzer Regimentskommandeur war. Wie Vetter beim Appell weiter erläuterte, verlegte im März 1957 ein Vorauskommando der Luftwaffenversorgungsgruppe A 21 von Erding nach Diepholz. Sie bildete den Grundstein für das am 15. Januar 1958 aufgestellte Luftwaffenversorgungsregiment 2.

Das Ende des Kalten Krieges brachte neue Herausforderungen nach Diepholz
Der Fall der Mauer am 9. November 1989 läutete eine Zeitenwende ein. Für die Bundeswehr bedeutete dies nicht nur den schnellen Abschied von einer Jahrzehnte dauernden Bedrohung, sondern sehr schnell auch die Umstellung auf neue Herausforderungen. In Diepholz hieß dies zunächst, Obdach und Versorgung für Aus- und Übersiedler aus der ehemaligen DDR, aus Kasachstan, Polen und Rumänien bereit zu stellen. Oberst Vetters Bilanz aus 50 Jahren Luftwaffe in der Kreisstadt: "Diepholz ist ein Beispiel gelungener Integration von Soldatinnen und Soldaten sowie deren Familien in das zivile Umfeld. Die Bundeswehr ist fest in das gesellschaftliche und soziale Leben eingebettet. Viele Soldaten sind hier heimisch geworden; haben hier ihr privates Glück gefunden und sich mit ihren Familien am Ort niedergelassen. Soldaten sind in Vereinen und Gremien der Stadt und der umliegenden Gemeinden aktiv und prägen so auch das zivile Leben mit." Auch Bürgermeister Dr. Thomas Schulze betonte in seiner Ansprache das traditionell gute Verhältnis: "Ich bin froh, dass es die Bundeswehr in Diepholz gibt!"
Bilder
Einmarsch der Truppenfahne (Quelle: Luftwaffe)
Größere Abbildung anzeigenBürgermeister Dr. Thomas Schulze, Oberstleutnant Frank Wiena … (Quelle: Luftwaffe)
Größere Abbildung anzeigenAngetretene Truppe zum Appell (Quelle: Luftwaffe)
Größere Abbildung anzeigen50 Jahre Luftwaffe als Feier mitten unter den Diepholzer Bür … (Quelle: Luftwaffe)
Größere Abbildung anzeigenDer ehemalige Regimentskommandeur, reihte sich als Redner un … (Quelle: Luftwaffe)
Größere Abbildung anzeigenIn die Anfänge der Luftwaffe ab 1956, blickt Hauptmann a.D. … (Quelle: Luftwaffe)
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