Startseite Bundeswehr

Sie sind hier: Startseite > Archiv > Reportagen / Erklärstücke > Archiv > 2009 > Im Zeitraffer durch die Luftwaffe (Teil2)

Im Zeitraffer durch die Luftwaffe (Teil 2)

Roth, 11.11.2009.
Das Programm am Samstag, den 17. Oktober 2009, begann mit der Besichtigung der Flugbereitschaft BMVg. Nach einem ausführlichen Briefing durch Oberstleutnant Volker Stephan, Leiter der 1. Lufttransportstaffel A 310 des Geschwaders, erhielten die zivilen Führungskräfte eine Einweisung in das Langstreckenflugzeug A 310 in der Very Important Person (VIP) und MedEvac-Version sowie in das Kurzstreckenflugzeug Challenger CL601. Begeistert von den technischen Möglichkeiten, speziell des MedEvac-Airbusses, nahm die Gruppe diese Führung ausgiebig nachfragend dankbar an.

Beeindruckt waren die Besucher vom MedEvac-Airbus
Beeindruckt waren die Besucher vom MedEvac-Airbus (Quelle: Luftwaffe/Helmut Leipertz)Größere Abbildung anzeigen

Der Nachmittag stand dann ganz im Zeichen des Umweltschutzes auf Truppenübungsplätzen. Bei einer Führung durch die Wahner Heide erläuterte der Standortoffizier, Hauptmann Rüdiger Wenzel, die getroffen Maßnahmen zum Umweltschutz am Standort Köln und die positiven Auswirkungen eines Übungsbetriebes auf solchen Grünflächen. Dabei konnte er auf zahlreiche Rekultivierungsmaßnahmen verweisen, die zu einer Wiederansiedlung seltener Gewächse und Kleinlebewesen im Arial rund um die Kaserne und den Flughafen Köln/Bonn geführt haben. Eine im Gelände aufgebaute Kaffeetafel rundete diesen Teil des Kurzbesuches ab.

nach oben

Gespannt lauschten die Teilnehmer den Ausführungen des zukünftigen Inspekteur der Luftwaffe
Gespannt lauschten die Teilnehmer den Ausführungen des zukünftigen Inspekteur der Luftwaffe (Quelle: Luftwaffe/Helmut Leipertz)Größere Abbildung anzeigen

Führung und Führungsnachwuchs

Die folgende Woche begann am Montag, dem 19. Oktober 2009 mit diversen Vorträgen und Gesprächsrunden am Standort Wahn. Begrüßt wurden die zivilen Führungskräfte am Standort der Höheren Kommandobehörden durch den Befehlshaber des Luftwaffenführungskommando und designierten Inspekteur der Luftwaffe, Generalleutnant Aarne Kreuzinger-Janik und den Kommandeur Luftwaffenausbildungskommando, Brigadegeneral Gerd Jürgen Bischof. In einer Gesprächsrunde mit weiteren Vertretern der Luftwaffenführung, wurden Auftrag, Organisation, Mittel und Probleme der Luftwaffe weitreichend dargestellt und Fragen teils kontrovers diskutiert. Vorstellungen des Luftwaffenführungskommandos, durch Oberst i.G. Michael Traut, des Luftwaffenamtes, durch dessen Chef des Stabes Oberst i.G. Jürgen Wöstenfeld, sowie des Waffensystemkommandos der Luftwaffe durch Oberst Helmut Vierzigmann, mit allen Facetten des Auftrages und der Organisation folgten, bevor es gegen 16 Uhr wieder mit der Transall zurück nach Penzing und anschließend mit dem Bus zur Offizieroffizierschule der Luftwaffe nach Fürstenfeldbruck – dem Ziel des folgenden Tages - ging.

nach oben

Ein bewegender Moment - Kranzniederlegung am Ehrenmal der Luftwaffe
Ein bewegender Moment - Kranzniederlegung am Ehrenmal der Luftwaffe (Quelle: Luftwaffe/Helmut Leipertz)Größere Abbildung anzeigen

Herzlicher Empfang an der Offizierschule der Luftwaffe

Der Schulkommandeur der Offizierschule der Luftwaffe (OSLw), Brigadegeneral Klaus Habersetzer, ließ es sich nicht nehmen, die Gäste persönlich zu begrüßen. Sehr lebendig brachte er der Besuchergruppe die Belange und Ausbildungsphilosophie der OSLw nahe, ohne eine Antwort schuldig zu bleiben. An seine interessanten Ausführungen schloss sich ein Rundgang durch die Ausbildungseinrichtung an. Den Abschluss bildete dann eine intensive Gesprächsrunde mit jungen Offizieranwärtern, bei der Fragen zu Ausbildung, Motivation und Entscheidungsfindung angeregt diskutiert wurden. Den Fürstenfeldbruck-Besuch beendete die Gruppe der zivilen Führungskräfte mit einer Kranzniederlegung am Ehrenmal der Luftwaffe. Ein bewegender Moment für alle Beteiligten, untermalt durch einen Trompeter, der bei dieser Ehrenbezeugung „Ich hatte einen Kameraden“ intonierte und manch einem Teilnehmer sehr nah ging.

nach oben

Zubereitung der Einmannverpflegungsration (EPA) im Biwak
Zubereitung der Einmannverpflegungsration (EPA) im Biwak (Quelle: Luftwaffe/Helmut Leipertz)Größere Abbildung anzeigen

Reifeprüfung am „Heimatstandort“

Die Rundreise, bei der gut 1.700 km mit Bus und Luftfahrzeug zurückgelegt wurden, endete nach eher „verschlafener“ Rückfahrt wieder in der Otto-Lilienthal-Kaserne beim Luftwaffenausbildungsregiment. Alle waren sichtlich froh, nach einem sehr informativen aber auch zeitlich straff durchorganisierten Programm, wieder „zu Hause“ in der 8. Kompanie in Roth zu sein. Dennoch wurde vom freiwilligen Angebot, einmal eine anspruchsvolle Hindernisbahn zu durchlaufen oder im Schießsimulator „Ausbildungsgerät Schießsimulator für Handwaffen und Panzerabwehrwaffen“ (AGSHP) diverse Übungen mit dem G36 und der Pistole P8 zu schießen, reichlich Gebrauch gemacht. War dies doch eine gelungene Trainingsmöglichkeit für den nächsten Tag.

Einen militärischen Höhepunkt der 90. InfoDVag, bot Mittwoch, der 21. Oktober 2009. Nach einem Unterricht „Zurechtfinden im Gelände“, wurden die Teilnehmer in vier Gruppen auf eine Militärpatrouille geschickt. Im Rahmen dieses anspruchsvollen Wettbewerbes mussten mit „Handgranatenwerfen“, „Schießen mit Handfeuerwaffen“, „Geländeerkundung und Feuer machen“ sowie „Überqueren von Gewässern“ vier Stationen von den Offizieren gemeistert werden, die es in sich hatten. Die Gestaltung der Stationen und des Biwaks für die Mittagspause zeigte wieder einmal, mit wie viel Liebe zum Detail und Engagement die Soldaten der 8. Kompanie diesen Ausbildungsabschnitt vorbereitet hatten. Davon konnte sich auch der Amtschef des Luftwaffenamtes, Generalmajor Winfried Gräber, überzeugen, der sich ab Mittag ein Bild von der Leistungsbereitschaft der „Oberleutnante“ machen konnte. Er war es dann auch, der beim Kameradschaftsabend in bester Stimmung die Siegerehrung vornahm und darüber hinaus jedem Teilnehmer die Schützenschnur in Gold überreichen durfte. Die zivilen Führungskräfte selbst bedankten sich an dieser Stelle ausführlich bei allen Beteiligten und würdigten die vergangenen Tage als äußerst gelungene Informationsveranstaltung. Viele persönliche Gespräche – auch mit der Führung des Luftwaffenamtes – rundeten diesen Tag ab, der ausnahmsweise etwas später endete.

Das kostet Überwindung - der Seilsteg
Das kostet Überwindung - der Seilsteg (Quelle: Luftwaffe/Helmut Leipertz)Größere Abbildung anzeigen

Der letzte Ausbildungstag am 22. Oktober 2009, führte die Teilnehmer dann noch in die Thematik „Flugabwehr“. Bei der Flugabwehrraketengruppe 23 erhielten sie eine komplexe Einweisung in die Aufgaben und den Auftrag sowie die Möglichkeiten und Grenzen des Waffensystems Patriot. Eine praktische „Freiluft“-Vorführung des Systems im Static Display rundete diesen Informationsabschnitt gelungen ab.

Danach hieß es nur noch „Fertigmachen zur Heimreise“. Mit der Rückgabe von Uniform und Ausrüstung sowie der Erledigung der notwendigen Formalitäten ging die 90. Informationsveranstaltung der Luftwaffe für zivile Führungskräfte am 22.Oktober unerbittlich zu Ende. Die Verabschiedung durch die Verantwortlichen am Standort Roth sowie den Projektoffizier des Luftwaffenamtes, Oberstleutnant Werther, quittierten die Teilnehmer mit stehendem Applaus. Sicherlich ein gutes Zeichen für die Luftwaffe, die durchführende Kompanie und die begleitenden Projektverantwortlichen. Bestimmt aber auch eine hohe Messlatte für die 7. Kompanie des Luftwaffenausbildungsregiments, die ab 2010 den Staffelstab der Durchführung von „der Achten“ übernimmt.

nach oben

Video

Video

nach oben

Bilder


FußFzeile

nach oben

Stand vom: 07.08.12 | Autor: 


http://www.luftwaffe.de/portal/poc/luftwaffe?uri=ci%3Abw.lw.aktu.repo.archiv.2009&de.conet.contentintegrator.portlet.current.id=01DB060000000001%7C7XPGVJ442INFO