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„Mission Possible“ – Der Hubschrauber H145M wurde an die Luftwaffe übergeben

Donauwörth, 09.12.2015.
Schneller, leichter, mobiler – Der neue Hubschrauber der Luftwaffe, der H145M LUH SOF von Airbus Helicopters, wird das Fähigkeitsprofil der Luftwaffe erweitern und damit eine wichtige Lücke schließen. Die Luftwaffe ist der erste militärische Nutzer dieses Hubschraubers und wird ihn hauptsächlich für die Einsätze des KSK verwenden.

Das Event stand unter dem Motto „Mission Possible“

Das Event stand unter dem Motto „Mission Possible“ (Quelle: Luftwaffe/Susanne Hähnel)

Gestern wurden in Donauwörth unter dem Motto „Mission Possible“ die ersten beiden leichten Mehrzweckhubschrauber H145M LUH SOF an die Luftwaffe übergeben. LUH SOF steht für „Light Utility Helicopter Special Operation Forces“. Nicht einmal zweieinhalb Jahre sind seit der Vertragsunterzeichnung vergangen und die Luftwaffe kann schon die ersten zwei Maschinen übernehmen. Dies war bei zurückliegenden Rüstungsprojekten nicht immer der Fall und wurde deswegen von den Beteiligten besonders betont.

Anlässlich der Übergabe des H145M entstand dieses Event-Logo.

Anlässlich der Übergabe des H145M entstand dieses Event-Logo. (Quelle: Airbus Helicopters)Größere Abbildung anzeigen

Der H145M ist der neue Hubschrauber für die Soldaten vom Kommando Spezialkräfte (KSK) in Calw. Er ist für die Verbringung der Soldaten konzipiert wurden. Stationiert werden die Maschinen beim Hubschraubergeschwader 64 in Laupheim. Dort sind auch die CH-53 und BO 105 stationiert, die bisher durch das KSK genutzt werden.

Der neue H145M von Airbus Helicopters.

Der neue H145M von Airbus Helicopters. (Quelle: Airbus Helicopters)Größere Abbildung anzeigen

Die Soldaten des KSK mussten bis gestern auf einen Hubschrauber warten, der genau ihren Anforderungen entspricht. Der parlamentarische Staatssekretär, Markus Grübel, stellte in seiner Rede fest: „Die Spezialkräfte benötigen für ihre Bedürfnisse einen eigenen, kleineren Hubschrauber. Der H145M füllt nun diese Lücke und leistet einen wichtigen Beitrag zur Erfüllung der schwierigen Aufgaben der Spezialkräfte.“

Staatssekretär Markus Grübel lobte die gute Zusammenarbeit zwischen der Bundeswehr und der Industrie.

Staatssekretär Markus Grübel lobte die gute Zusammenarbeit zwischen der Bundeswehr und der Industrie. (Quelle: Luftwaffe/Susanne Hähnel)Größere Abbildung anzeigen

Vor allen anwesenden Gästen, darunter dem Inspekteur der Luftwaffe, Generalleutnant Karl Müllner, und dem Kommandeur Kommando Spezialkräfte, Brigadegeneral Dag Baehr, wurde symbolisch der H145M übergeben. Es folgte eine Flugvorführung, die aufgrund der sehr nebligen Wetterbedingungen kürzer war als geplant. Der Projekt-Testpilot der Bundeswehr, Oberstleutnant Andreas Buttenmüller, demonstrierte zusammen mit dem Chef-Testpiloten von Airbus Helicopters Deutschland, Volker Bau, die Wendigkeit des H145M.

Der H145M während er Hitze-Täuschkörper verschießt.

Der H145M während er Hitze-Täuschkörper verschießt. (Quelle: KSK)Größere Abbildung anzeigen

Ab Januar 2016 können die zwei Hubschrauber operativ genutzt werden. Im März sollen bereits die nächsten zwei Maschinen an das HSG 64 ausgeliefert werden. 2013 hat die Bundeswehr insgesamt 15 Hubschrauber bestellt. Die Kosten für das gesamte Projekt beliefen sich auf etwa 200 Millionen Euro. Darin enthalten sind die Kosten aller Hubschrauber und der Zusatzausrüstung, wie zum Beispiel elektronische Selbstschutzanlagen, ballistischer Schutz und Rüstsätze für Einsätze über See.

Der H145M, in der Beschaffungsphase noch unter dem Namen EC645 T2 geführt, hat ein maximales Startgewicht von 3,7 Tonnen. Ausgelegt ist er für den Transport von vier Soldaten, aber er kann weit mehr. Aufklärung, Suche und Rettung, Evakuierung von Verwundeten und Feuerunterstützung zählen ebenfalls zum Repertoire des H145M.

Der H145M während der Flugvorführung.

Der H145M während der Flugvorführung. (Quelle: Luftwaffe/Susanne Hähnel)Größere Abbildung anzeigen

Der Hubschrauber ist für den Tag- und Nachtflug entwickelt worden. Er verfügt über modernste Technik und Bordelektronik. Der Antrieb erfolgt über zwei Gasturbinen. Diese haben genug Leistung, dass ein Einsatz auch bei Ausfall einer Turbine weitergeführt werden könnte. Neben einem Vier-Achsen-Autopilot-System wird der Pilot auch durch die Elektronik unterstützt. Wichtige Informationen werden zum richtigen Zeitpunkt auf Bildschirmen angezeigt. So wird dem Piloten ein großer Teil der Arbeitslast genommen und die Flugsicherheit erhöht.

Untypisch zu anderen Hubschraubern der Bundeswehr hat der H145M eine dunkelgraue Lackierung. Da die meisten Einsätze des KSK nachts stattfinden, wenn es dunkel ist, ist diese Färbung besser geeignet als das eher gebräuchliche steingrau-oliv oder flecktarn der Bundeswehr. Zudem ist die Farbe infrarotabweisend.

Der H145M in dunkelgrauer Lackierung.

Der H145M in dunkelgrauer Lackierung. (Quelle: Luftwaffe/Susanne Hähnel)Größere Abbildung anzeigen

Klaus Przemeck, Leiter des militärischen Unterstützungszentrums bei Airbus Helicopters, machte zum Schluss noch einmal deutlich, wie wenig Zeit von der Vertragsunterzeichnung bis zur Auslieferung verstrichen sei und wie erfolgreich das Projekt verlaufen ist. „Es war eine echte Herausforderung für uns alle. Die Beteiligten des Projektes haben aber an einem Strang gezogen und wichtige Entscheidungen wurden rasch getroffen. Ich kann Ihnen versichern, der H145M hat heute eine Einsatzbereitschaft erreicht, die Sie vollkommen zufrieden stellen wird."

Klaus Przemeck bei seiner Rede.

Klaus Przemeck bei seiner Rede. (Quelle: Luftwaffe/Susanne Hähnel)Größere Abbildung anzeigen

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Stand vom: 15.12.15 | Autor: Stephan Prietzel


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