46.822 Euro für Kriegsgräber gesammelt
Neuburg, 23.02.2012.
„Versöhnung über den Gräbern – Arbeit für den Frieden“. Unter diesem Motto sammelten Ende vergangenen Jahres Soldaten vom Jagdgeschwader 74 sowie Krieger- und Reservistenvereine für den Volksbund Deutscher Kriegsgräberfürsorge, der sich um eine würdige Ruhestätte aller in den zwei Weltkriegen Gefallenen kümmert, Spenden in Höhe von 46.822.- Euro. Die Summe markiert das zweitbeste, jemals erzielte, Ergebnis im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen.

Im bisherigen Rekordjahr 2010 war ein Gewinn von 53.281 Euro gesammelt worden. Den leichten Rückgang wertete der Geschäftsführer des Bezirksverbandes Oberbayern Jörg Raab als nicht tragisch. „Aufgrund von immer weniger Personal, bedingt durch den Wegfall der Wehrpflicht, ist das hier in Neuburg-Schrobenhausen ein hervorragendes Ergebnis und ein Zeichen für das vorbildliche Engagement der fleißigen Sammler“. Für ihren Einsatz wurden die Bundeswehrangehörigen und Vertreter der Veteranenvereine bei einer würdigen Feierstunde im Landratsamt geehrt. „Der Friede ist das Meisterwerk der Vernunft.“ Mit diesem Zitat von Immanuel Kant hat sich der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge, 1919 als eine der ersten Bürgerinitiativen in unserem Staat, zur Aufgabe gemacht, die Gräber von deutschen Kriegstoten im Ausland zu erfassen und zu sichern. Dazu werden Ruhestätten als Mahnung zum Frieden errichtet und die Angehörigen betreut.

Ungebunden und neutral
Der Volksbund, konfessionell ungebunden und parteipolitisch neutral, führt diese Tätigkeit im Auftrag der Bundesregierung in 45 Ländern auf 827 Kriegsgräberstätten durch. „Die für die Gräber von über zwei Millionen deutschen Kriegstoten benötigte Friedhofsfläche entspricht 1.000 Fußballfeldern“, so Jörg Raab. Beim Dankempfang im Großen Sitzungssaal des Landratsamtes explizierte der Redner das Wirken unter dem Motto „Arbeit für den Frieden – Kriegsgräber und Gedenkstätten als Lernorte der Geschichte“. All diese Arbeiten sind ohne Geld nicht möglich. Und dazu lobte er die Sammler, die in Haus-, Straßen- und Friedhofssammlungen in der Stadt, auf Friedhöfen, truppenintern und mit der Gedenkkerzenaktion sammelten.

Ein großes Dankeschön
Die symbolische Scheckübergabe erfolgte durch Josef Marquart, Vizevorsitzender BKV-Kreisverband, und Kommodore Oberst Andreas Pfeiffer. Der Geschwaderchef wertete das Ergebnis als erfreulich, mit ernstem Hintergrund und als Zeichen, aus der Geschichte zu lernen. Gelobt wurden die Organisatoren Oberstabsfeldwebel Siegfried Peter und Hauptfeldwebel Peter Frischholz. Weiter war es Landrat Roland Weigert, der bei der Dankfeier diese Sammlung als Arbeit für den Frieden würdigte und Kriegsgräberstätten als Orte der Erinnerung und der Mahnung für die Lebenden darstellte.

