„Frieden und Gerechtigkeit“
Köln, 13.01.2012.
„Jugend zu Frieden und Gerechtigkeit erziehen“, so lautete das Motto, das Papst Benedikt XVI. zum 45. Weltfriedenstag ausrief. Am 12. Januar 2012 fand in diesem Zusammenhang der 35. internationale Soldatengottesdienst im Hohen Dom zu Köln statt. Im Anschluss an den Gottesdienst folgte der traditionelle Empfang im Maternushaus.

Der Weltfriedenstag soll jährlich daran erinnern, den Weg des Friedens zu begehen. Dass der Frieden besonders bei Soldaten einen großen Stellenwert hat, zeigt die rege Beteilung von Soldaten verschiedener Nationen an diesem 35. internationalen Soldatengottesdienst im Hohen Dom zu Köln.

Bis auf den letzten Platz besetzt
Nicht nur die rund 1.500 teilnehmenden Soldaten, sondern auch Beamte der Bundespolizei sowie zahlreiche Gäste aus den Bereichen Politik, Wirtschaft, Kirche und Militär wohnten der feierlichen Zeremonie bei. Selbstverständlich nahm auch der Bundesminister der Verteidigung, Thomas de Maizière, an der Messe und dem anschließenden Empfang teil. Die militärische Führung wurde vertreten durch den Generalinspekteur der Bundeswehr, General Volker Wieker.

Neben den Bundeswehrsoldaten nahmen auch Soldaten aus Großbritannien, Argentinien, Süd-Korea, Mazedonien, der Mongolei, dem Kongo und den USA an dem Gottesdienst teil Begleitet wurde der Gottesdienst durch das Musikkorps der Bundeswehr aus Siegburg unter der Leitung von Hauptmann Martin Jankovsky sowie dem Projektchor der Bundeswehr Wahn, dirigiert von Hauptfeldwebel Markus Wolters. Insbesondere der Chor aus Wahn gefiel mit seinen immerhin 80(!) Akteuren.

Feierlicher Gottesdienst
Nach der Lesung der Bibel auf Deutsch und Englisch griff Kardinal Meisner in seiner Predigt die von Papst Benedikt XVI. zum 45. Weltfriedenstag gesandte Botschaft „Jugend zu Frieden und Gerechtigkeit erziehen“ auf.: „Wenn wir uns hier im Kölner Dom alljährlich zum internationalen Soldatengottesdienst anlässlich des Welttages des Friedens versammeln, ist es für uns wichtig, sich bewusst zu machen, was wir hier tun“, fokussierte Kardinal Meisner bei seiner Ansprache die Aufmerksamkeit des Publikums auf die Botschaft, die er verbreiten wollte: Frieden und Gerechtigkeit!

Ein Zeichen für die Welt
Neu in diesem Jahr war das Segnen einer „Weltfriedenskerze“. Sie wird bei den anschließend stattfindenden Soldatengottesdiensten im Wehrbereich II - und zwar in den Städten Münster (19. April), Trier (25. April) und Aachen (22.Mai)- entzündet. Wenn dann der letzte, international ausgerichtete Soldatengottesdienst in Aachen ausgeklungen ist, wird die Weltfriedenskerze an die Soldaten im Auslandseinsatz gen Afghanistan übersandt – als Zeichen der Verbundenheit mit dem Heimatland.

Empfang im Maternushaus
Nach der feierlichen Zeremonie begrüßte der Militärdekan, Monsignore Rainer Schnettker, ausgewählte Gäste zu einem Empfang im Maternushaus, um politischer, militärischer und kirchlicher Führung eine Gelegenheit zum gemeinsamen Gedankenaustausch zu ermöglichen. Kardinal Meisner und Bundesverteidigungsminister Thomas de Maizière verdeutlichten in ihren Grußworten dabei ihren „hohen Respekt vor unseren Soldaten“ und bedankten sich bei allen Soldaten der Bundeswehr im- und für ihren Einsatz.

Begegnungen nach dem Gottesdienst
Im Anschluss an den Gottesdienst fand für den Großteil der Soldatinnen und Soldaten auf der Domplatte „ein Forum der Begegnung“ statt. Hier gab es die traditionelle Erbsensuppe und ein Angebot verschiedener Besichtigungsmöglichkeiten. Militärseelsorger und Pfarrhelfer standen dabei den teilnehmenden Soldaten als Ansprechpartner für Gespräche zur Verfügung, denn Kardinal Meisner wollte mit den anwesenden Soldaten nicht nur den Gottesdienst begehen, sondern ihnen auch Rückhalt in der gegenwärtigen Situation der Umstrukturierung der Bundeswehr geben.

Soldatengottesdienst mit langer Tradition
Der Internationale Soldatengottesdienst findet seit 1977 in Köln statt. Den ersten Soldatengottesdienst feierte der damalige Kardinal Joseph Höffner in der Apostelkirche zu Köln mit etwa 1.100 Soldaten aller im Bistum Köln stationierten Nationen. Da die Apostelkirche nicht groß genug war, um alle Teilnehmer des Gottesdienstes aufzunehmen, fand ab 1978 der nächste Soldatengottesdienst im Hohen Dom zu Köln statt. Seit 1990 leitet der Erzbischof von Köln, Kardinal Joachim Meisner, den Soldatengottesdienst.
Bilder
Schon fast mystische Stimmung beim Chor (Quelle: Luftwaffe/Alexander Bräutigam)
Größere Abbildung anzeigenDer Minister hört zu (Quelle: Luftwaffe/Michael Bertram)
Größere Abbildung anzeigenGespräche im Maternushaus (Quelle: Luftwaffe/Michael Bertram)
Größere Abbildung anzeigenAndächtige Stille (Quelle: Luftwaffe/Michael Betram)
Größere Abbildung anzeigenAndächtige Stille (Quelle: Luftwaffe/Michael bertram)
Größere Abbildung anzeigenDer Chor in Aktion (Quelle: Luftwaffe/Michael Bertram)
Größere Abbildung anzeigenDer Kardinal betritt das Gotteshaus (Quelle: Luftwaffe/Michael Bertram)
Größere Abbildung anzeigenGruppenfoto (Quelle: Bundeswehr/Stephan Ink)
Größere Abbildung anzeigenEmpfang im Maternushaus (Quelle: Bundeswehr/Stephan Ink)
Größere Abbildung anzeigenDer Minister spricht (Quelle: Bundeswehr/Stephan Ink)
Größere Abbildung anzeigenDer Kardinal hebt nicht umsonst den Finger (Quelle: Bundeswehr/Stephan Ink)
Größere Abbildung anzeigenThomas de Maizière im Maternushaus (Quelle: Bundeswehr/Stephan Ink)
Größere Abbildung anzeigenDer knapp 80 Mann starke Chor (Quelle: Bundeswehr/Stephan Ink)
Größere Abbildung anzeigenEin Chor, der begeistern konnte (Quelle: Bundeswehr/Stephan Ink)
Größere Abbildung anzeigenDer Kardinal zelebriert die Messe (Quelle: Bundeswehr/Stephan Ink)
Größere Abbildung anzeigenDie Soldaten auf dem Weg zum Altar (Quelle: Bundeswehr/Stephan Ink)
Größere Abbildung anzeigenZentrales Element war die Weltfriedenskerze (Quelle: Bundeswehr/Stephan Ink)
Größere Abbildung anzeigenGut gegen die Kälte: Erbsensuppe (Quelle: Luftwaffe/Alexander Bräutigam)
Größere Abbildung anzeigenDer Minister auf der Domplatte (Quelle: Luftwaffe/Alexander Bräutigam)
Größere Abbildung anzeigenBis auf den letzten Platz war der Dom gefüllt (Quelle: Luftwaffe/Michael Bertram)
Größere Abbildung anzeigenDer Minister in der Menge (Quelle: Luftwaffe/Alexander Bräutigam)
Größere Abbildung anzeigen





















