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„Frieden und Gerechtigkeit“

Köln, 13.01.2012.
„Jugend zu Frieden und Gerechtigkeit erziehen“, so lautete das Motto, das Papst Benedikt XVI. zum 45. Weltfriedenstag ausrief. Am 12. Januar 2012 fand in diesem Zusammenhang der 35. internationale Soldatengottesdienst im Hohen Dom zu Köln statt. Im Anschluss an den Gottesdienst folgte der traditionelle Empfang im Maternushaus.

Gottesdienst von und mit Soldaten
Gottesdienst von und mit Soldaten (Quelle: Bundeswehr/Stephan Ink)Größere Abbildung anzeigen

Der Weltfriedenstag soll jährlich daran erinnern, den Weg des Friedens zu begehen. Dass der Frieden besonders bei Soldaten einen großen Stellenwert hat, zeigt die rege Beteilung von Soldaten verschiedener Nationen an diesem 35. internationalen Soldatengottesdienst im Hohen Dom zu Köln.

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Thomas de Maizière in Hohen Dom zu Köln
Thomas de Maizière in Hohen Dom zu Köln (Quelle: Bundeswehr/Stephan Ink)Größere Abbildung anzeigen

Bis auf den letzten Platz besetzt

Nicht nur die rund 1.500 teilnehmenden Soldaten, sondern auch Beamte der Bundespolizei sowie zahlreiche Gäste aus den Bereichen Politik, Wirtschaft, Kirche und Militär wohnten der feierlichen Zeremonie bei. Selbstverständlich nahm auch der Bundesminister der Verteidigung, Thomas de Maizière, an der Messe und dem anschließenden Empfang teil. Die militärische Führung wurde vertreten durch den Generalinspekteur der Bundeswehr, General Volker Wieker.

Der Chor konnte begeistern
Der Chor konnte begeistern (Quelle: Luftwaffe/Alexander Bräutigam)Größere Abbildung anzeigen

Neben den Bundeswehrsoldaten nahmen auch Soldaten aus Großbritannien, Argentinien, Süd-Korea, Mazedonien, der Mongolei, dem Kongo und den USA an dem Gottesdienst teil Begleitet wurde der Gottesdienst durch das Musikkorps der Bundeswehr aus Siegburg unter der Leitung von Hauptmann Martin Jankovsky sowie dem Projektchor der Bundeswehr Wahn, dirigiert von Hauptfeldwebel Markus Wolters. Insbesondere der Chor aus Wahn gefiel mit seinen immerhin 80(!) Akteuren.

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Feierlicher Gottesdienst
Feierlicher Gottesdienst (Quelle: Luftwaffe/Michael Bertram)Größere Abbildung anzeigen

Feierlicher Gottesdienst

Nach der Lesung der Bibel auf Deutsch und Englisch griff Kardinal Meisner in seiner Predigt die von Papst Benedikt XVI. zum 45. Weltfriedenstag gesandte Botschaft „Jugend zu Frieden und Gerechtigkeit erziehen“ auf.: „Wenn wir uns hier im Kölner Dom alljährlich zum internationalen Soldatengottesdienst anlässlich des Welttages des Friedens versammeln, ist es für uns wichtig, sich bewusst zu machen, was wir hier tun“, fokussierte Kardinal Meisner bei seiner Ansprache die Aufmerksamkeit des Publikums auf die Botschaft, die er verbreiten wollte: Frieden und Gerechtigkeit!

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Ein Zeichen für die Welt
Ein Zeichen für die Welt (Quelle: Bundeswehr/Stephan Ink)Größere Abbildung anzeigen

Ein Zeichen für die Welt

Neu in diesem Jahr war das Segnen einer „Weltfriedenskerze“. Sie wird bei den anschließend stattfindenden Soldatengottesdiensten im Wehrbereich II - und zwar in den Städten Münster (19. April), Trier (25. April) und Aachen (22.Mai)- entzündet. Wenn dann der letzte, international ausgerichtete Soldatengottesdienst in Aachen ausgeklungen ist, wird die Weltfriedenskerze an die Soldaten im Auslandseinsatz gen Afghanistan übersandt – als Zeichen der Verbundenheit mit dem Heimatland.

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Kardinal Meissner im Blickpunkt
Kardinal Meissner im Blickpunkt (Quelle: Luftwaffe/Michael Bertram)Größere Abbildung anzeigen

Empfang im Maternushaus

Nach der feierlichen Zeremonie begrüßte der Militärdekan, Monsignore Rainer Schnettker, ausgewählte Gäste zu einem Empfang im Maternushaus, um politischer, militärischer und kirchlicher Führung eine Gelegenheit zum gemeinsamen Gedankenaustausch zu ermöglichen. Kardinal Meisner und Bundesverteidigungsminister Thomas de Maizière verdeutlichten in ihren Grußworten dabei ihren „hohen Respekt vor unseren Soldaten“ und bedankten sich bei allen Soldaten der Bundeswehr im- und für ihren Einsatz.

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Der Minister bei seinen Soldaten
Der Minister bei seinen Soldaten (Quelle: Luftwaffe/Michael Bertram)Größere Abbildung anzeigen

Begegnungen nach dem Gottesdienst

Im Anschluss an den Gottesdienst fand für den Großteil der Soldatinnen und Soldaten auf der Domplatte „ein Forum der Begegnung“ statt. Hier gab es die traditionelle Erbsensuppe und ein Angebot verschiedener Besichtigungsmöglichkeiten. Militärseelsorger und Pfarrhelfer standen dabei den teilnehmenden Soldaten als Ansprechpartner für Gespräche zur Verfügung, denn Kardinal Meisner wollte mit den anwesenden Soldaten nicht nur den Gottesdienst begehen, sondern ihnen auch Rückhalt in der gegenwärtigen Situation der Umstrukturierung der Bundeswehr geben.

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Blick in den Dom
Blick in den Dom (Quelle: Bundeswehr/Stephan Ink)Größere Abbildung anzeigen

Soldatengottesdienst mit langer Tradition

Der Internationale Soldatengottesdienst findet seit 1977 in Köln statt. Den ersten Soldatengottesdienst feierte der damalige Kardinal Joseph Höffner in der Apostelkirche zu Köln mit etwa 1.100 Soldaten aller im Bistum Köln stationierten Nationen. Da die Apostelkirche nicht groß genug war, um alle Teilnehmer des Gottesdienstes aufzunehmen, fand ab 1978 der nächste Soldatengottesdienst im Hohen Dom zu Köln statt. Seit 1990 leitet der Erzbischof von Köln, Kardinal Joachim Meisner, den Soldatengottesdienst.

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Stand vom: 30.01.12 | Autor: Alexander Bräutigam, Fabian Stoll


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