NATO Air Policing
Die Durchführung der Luftraumraumüberwachung (Air Policing) beinhaltet die Überwachung und Kontrolle des Luftverkehrs, sowie das Identifizieren von Luftfahrzeugen, die in oder durch den Luftraum fliegen. Zur Unterstützung der radargeführten Überwachung können Jagdflugzeuge, die in 24-stündiger Bereitschaft sind, innerhalb kürzester Zeit eingesetzt werden.
In den über die gesamte Republik verteilten militärischen Radarstationen (Control and Reporting Centers) arbeiten Soldaten an Radarschirmen, um im Falle eventueller Unregelmäßigkeiten sofort reagieren zu können. In den CRCs wird ein ständig aktualisiertes "Luftlagebild" erstellt und im Rahmen der sogenannten Integrierten Luftverteidigung der NATO in ein gesamteuropäisches Luftlagebild eingebettet. Stellen die Soldaten in den CRC Unregelmäßigkeiten fest, informieren sie unmittelbar die national zuständigen NATO-Luftverteidigungseinsatzzentralen (Combined Air Operations Centers). In Deutschland befinden sich diese im niederrheinischen Kalkar (zuständig für Norddeutschland) und in Meßstetten auf der schwäbischen Alb (zuständig für Süddeutschland).
Hier wird dann über das weitere Vorgehen entschieden, das bis zur Alarmierung einer Alarmrotte (Quick Reaction Alert) führen kann. Alarmrotten bestehen aus zwei Jagdflugzeugen. In Deutschland befinden sich je zwei F-4F "Phantom" auf den Fliegerhorsten im ostfriesischen Wittmund beim Jagdgeschwader 71 "Richthofen" und im bayerischen Neuburg an der Donau beim Jagdgeschwader 74 24 Stunden am Tag in Bereitschaft.









