Informationsveranstaltung für Auszubildende beim Jagdbombergeschwader
Lagerlechfeld, 18.04.2006.
Am 6. April luden das Jagdbombergeschwader 32 (JaboG 32) und die Standortverwaltung Fürstenfeldbruck alle Auszubildenden (Azubis), die am 1. September 2006 ihre Ausbildung bei der Ausbildungswerkstatt des Geschwaders beginnen, mit ihren Angehörigen zu einer Informationsveranstaltung ein.
Major Andreas Pamidi, in Vertretung des Kommandeurs der Technischen Gruppe, dem die Ausbildungswerkstatt des Geschwaders ummittelbar unterstellt ist, begrüßte die zahlreichen Gäste und stellte kurz den Standort Lechfeld mit seinen verschiedenen Einheiten sowie das Jagdbombergeschwader 32 näher vor. Er erläuterte den Ablauf der Ausbildung der nächsten Jahre und stellte klar dar, welche Erwartungen an die Azubis gestellt werden.
Für die Standortverwaltung, die als verantwortlicher "Lehrherr", die Bewerbungen entgegen nimmt und den Ausbildungsvertrag mit den ausgewählten Azubis schließt, begrüßte die Leiterin, Oberregierungsrätin Brigitte Harant, die Anwesenden. Der zuständige Bearbeiter, Charles Simon, erläuterte danach was außerdem noch an Verwaltungsangelegenheiten vor und nach der Ausbildung zu erledigen ist.
Den über 70 Gästen wurde anschließend durch den Leiter der Ausbildungswerkstatt, Siegfried Pohl, die neuen Arbeitsplätze der Schulabgänger näher gebracht und erklärt. Besichtigt wurden die Metallerei, die Dreherei, die Arbeitstische der Elektroniker sowie das Lehrdock.
Ausbildung seit über 40 Jahren
Seit über 40 Jahren bildet die Ausbildungswerkstatt junge Frauen und Männer in gewerblichen technischen Berufen aus. 1961 begannen die ersten Flugzeugmechaniker und Kraftfahrzeugmechaniker (bis 1973) ihre Ausbildung bei der Luftwaffe in Lechfeld. Entsprechend der Trends in der Luftfahrt entwickelte sich zwischenzeitlich das Berufsbild der Flugzeugmechaniker zu Fluggerätmechanikern - hierbei ist "Fluggerät" im übergeordneten Sinn als Strahl- oder Propellerflugzeug und als Hubschrauber zu verstehen - und es erfolgte die Spezialisierung auf die Fachrichtung der Instandhaltung. Auch bei den Elektronikern, die seit 1984 im Verband ausgebildet werden, ist es ähnlich. Waren es zunächst Nachrichtengerätemechaniker/Funkelektroniker, so wurden daraus Kommunikationselektroniker in der Fachrichtung Funk und heute Elektroniker für Geräte und Systeme. Für alle beträgt die Ausbildungszeit dreieinhalb Jahre.
Bewerbungen aus dem gesamten Bundesgebiet
Die Bewerbungen hierfür kamen für die insgesamt 30 Ausbildungsplätze (18 Fluggerätmechaniker und 12 Elektroniker für Geräte und Systeme) aus allen Bundesländern. Für den Einstellungstermin 2006 lagen insgesamt 160 Bewerbungen vor. Die Bewerber müssen sich einem Auswahlverfahren unterziehen, das einen schriftlichen Test, ein Vorstellungsgespräch und eine praktische Arbeit beinhaltet.
Nach der Ausbildung gehen viele der frisch gebackenen Facharbeiter dem JaboG 32 nicht verloren und bleiben als zivile Mitarbeiter im erlernten Beruf oder als Zeitsoldaten im Geschwader. Andere kommen nach einer Weiterbildung an einer Fach- bzw. Berufsoberschule oder einem Studium in den Verband zurück. Ebenso zeigen sich Industrie und Gewerbe an den Absolventen der Ausbildungswerkstatt interessiert. Nicht ohne Stolz darf das JaboG 32 darauf verweisen, dass den elf Ausbildern zurzeit 110 Azubis (darunter drei Frauen) anvertraut sind, und damit einer der größten Ausbildungsbetriebe in der Region ist.
Bewerbungen für 2007
Interessierte Jugendliche, die im Sommer dieses Jahres in die Abschlussklassen kommen, können sich schon jetzt bis spätestens 31. Oktober 2006 für die am 1. September 2007 beginnende Ausbildung zum Fluggerätmechaniker oder Elektroniker für Geräte und Systeme bewerben. Die Bewerbungen sind zu richten an die Standortverwaltung Fürstenfeldbruck, Straße der Luftwaffe 233a, 82242 Fürstenfeldbruck.












