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Trauerfeier in Köln

Köln, 23.05.2007.
Die am 19. Mai bei einem Selbstmordanschlag getöteten deutschen Soldaten wurden am 23. Mai 2007 nach Deutschland überführt. Nach der Ankunft auf dem militärischen Teil des Köln/Bonner Flughafens fand auf dem Gelände der Flugbereitschaft des Bundesministeriums der Verteidigung eine Trauerfeier mit militärischem Abschiedszeremoniell statt.

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Trauerfeier in Köln (Quelle: Luftwaffe)

Die drei Soldaten waren Angehörige der Territorialen Wehrverwaltung und als aktive Reservisten im Einsatz beim Regionalen Aufbauteam Kunduz (Provincial Reconstruction Team -PRT-). Am 19. Mai waren sie zusammen mit Kameraden unterwegs um in einem Basar der nordafghanischen Stadt Kunduz dezentrale Besorgungen zu machen. Gegen 8:00 Uhr mitteleuropäischer Zeit ereignete sich dort der Selbstmordanschlag. Dabei wurden drei Soldaten getötet und fünf weitere verletzt.

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Minister Jung nimmt AbschiedLupe
Minister Jung nimmt Abschied (Quelle: Luftwaffe)

Grausamer Selbstmordanschlag

Zur Trauerfeier waren neben dem Bundesminister der Verteidigung, Dr. Franz Josef Jung, auch der Generalinspekteur der Bundeswehr, General Wolfgang Schneiderhan, anwesend. In seiner Ansprache unterstrich Jung, dass Hauptmann d.R. Matthias Standfuß, Oberfeldwebel d.R. Michael Diebel und Oberfeldwebel d.R. Michael Neumann "Opfer eines grausamen Selbstmordanschlages" wurden und "ums Leben gekommen sind, weil sie sich aktiv für eine bessere und friedliche Zukunft Afghanistans eingesetzt und zur Sicherheit unseres eigenen Landes beigetragen haben".

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Militärbischöfe Peter Krug und Walter MixaLupe
Militärbischöfe Peter Krug und Walter Mixa (Quelle: Luftwaffe)

Ministerpräsidenten standen zu den Angehörigen

Auch die Ministerpräsidenten der drei Bundesländer aus denen die Opfer stammen, Roland Koch aus Hessen, Peter Harry Carstensen aus Schleswig-Holstein und Jürgen Rüttgers aus Nordrhein-Westfalen, nahmen Abschied von den Verstorbenen. Die Leitenden Militärdekane Ulrich Brates und Rainer Schnettker führten durch das Zeremoniell. Zu Ehren der Kameraden spielte das Musikkorps der Bundeswehr.

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Kameraden und Angehörige nehmen AbschiedLupe
Kameraden und Angehörige nehmen Abschied (Quelle: Luftwaffe)

Wehrverwaltung im Einsatz

Rund 220 Angehörige der Wehrverwaltung sind derzeit in den Einsatzgebieten der Bundeswehr tätig. Durch die bei den Einsatzkontingenten eingerichteten Einsatzwehrverwaltungsstellen werden umfangreiche Serviceaufgaben vor Ort wahrgenommen. Hierzu gehören schwerpunktmäßig Errichtung und Betrieb der Infrastruktur, Sicherstellen der Versorgung mit Bekleidung und Verpflegung, Vertragsangelegenheiten und das Einstellen von Ortskräften. Somit fördert die Bundeswehr nicht nur die Wirtschaft des jeweiligen Landes, sondern knüpft auch soziale Kontakte mit der einheimischen Bevölkerung und gewinnt dadurch Sympathien. Vor ihrem Einsatz werden die Angehörigen der Wehrverwaltung umfassend vorbereitet.

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Die Särge werden aus der Halle getragenLupe
Die Särge werden aus der Halle getragen (Quelle: Luftwaffe)

Regionales Aufbauteam Kunduz

In dem PRT arbeitet die Bundeswehr eng mit Vertretern des Auswärtigen Amtes, des Bundesministeriums des Inneren und des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung zusammen. Geführt wird das PRT Kunduz von einer Doppelspitze, bestehend aus einem militärischen Kontingentführer und einem Diplomaten des Auswärtigen Amtes. Das PRT unter dem Mandat der ISAF steht zwar unter deutscher Leitung, ist aber multinational angelegt, also für die Beteiligung anderer Nationen offen. Heute beteiligen sich Soldatinnen und Soldaten aus weiteren sechs Nationen an der Arbeit des PRT. Auftrag des PRT´s ist die Unterstützung und Stärkung der afghanischen Zentralregierung in den Nordprovinzen Kunduz und Takhar. Dies soll durch die Stabilisierung der Sicherheitslage und der Unterstützung beim zivilen Wiederaufbau erreicht werden.

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Stand vom: 24.05.2007 | Autor: Presse- und Informationszentrum der Luftwaffe

http://www.luftwaffe.de/portal/a/luftwaffe%3Fyw_contentURL=%2F01DB060000000001%2FW273G8MC351INFODE%2Fcontent.jsp.html