Ministerpräsident besucht Zukunftsverband
Kropp/Jagel, 15.07.2010.
Am Donnerstag, den 15. Juli 2010, besuchte der Schleswig-Holsteinische Ministerpräsident, Peter Harry Carstensen, das Aufklärungsgeschwader 51 „Immelmann“ in Jagel. Seine besondere Aufmerksamkeit galt den aktuellen und zukünftigen Vorhaben des einzigen Aufklärungsgeschwaders der deutschen Luftwaffe.

Der Kommodore, Oberst Karsten Stoye, begrüßte den Gast aus Kiel auf dem Fliegerhorst in Jagel. Er erläuterten die gegenwärtigen Aufgaben des Verbandes und gab dem Gast einen Ausblick in die Zukunft des Geschwaders und über die unbemannten Aufklärungssysteme (UAS – Unmanned Aerial Systems) der Luftwaffe.

Moderne Aufklärungssysteme für Jagel
Die von der Bundeswehr geplante schrittweise Einführung und Stationierung unbemannter Luftfahrzeuge auf dem Fliegerhorst Schleswig-Jagel ist ein Thema, das selbstverständlich beim Truppenbesuch zur Sprache kam. Eigens hierfür wurde am 1. Januar 2010 eine neue Staffel aufgestellt. „Zum Schutz eigener Kräfte in Afghanistan wird als temporäre Zwischenlösung ein erstes Aufklärungssystem vom Typ Heron 1 durch Personal dieser Staffel betrieben“, erläuterte Oberst Stoye. Während der Heron 1 derzeit der Bildaufklärung dient und ausschließlich im Einsatzland geflogen wird, soll ab Ende 2011 auf dem Militärflugplatz Jagel erstmalig ein Prototyp des unbemannten Luftfahrzeuges „Euro Hawk“ stationiert und zur Signalerfassung eingesetzt werden. Die langfristige Planung sieht darüber hinaus vor, weitere unterschiedliche Typen und Klassen unbemannter Luftfahrzeuge am Standort Schleswig zu stationieren.

Recce-Tornados bleiben unverzichtbar
Neben den, von erfahrenen Piloten ferngesteuerten, unbemannten Luftfahrzeugen, bleiben Recce-Tornados ein unverzichtbares Mittel zur Aufklärung. Von den Fähigkeiten und den Möglichkeiten dieses ständig modernisierten und digitalisierten Waffensystems konnte sich der Ministerpräsident selbst überzeugen. Als Bestandteil des Einsatzgeschwaders Mazar-e Sharif leisten dort ständig sechs Aufklärungsmaschinen einen wichtigen Beitrag im Rahmen des ISAF-Mandats, erklärte Oberst Stoye: „Wir fliegen dort jeden Tag.“ Daneben wurden bereits in der Vergangenheit Tornados aus Jagel im Rahmen der Amtshilfe, beispielsweise bei Hochwasserkatastrophen oder der Suche nach vermissten Personen, eingesetzt.

Anhand von Beispielen und Luftbildaufnahmen erhielt der Ministerpräsident einen Eindruck von der Leistungsfähigkeit der eingesetzten Aufklärungssysteme. Wie die praktische Luftbildauswertung vorgenommen wird, erklärten ihm anschließend die Soldaten an ihren Arbeitsplätzen. Diese waren als Bestandteil eines Static Display des Geschwaders eingerichtet worden.

AG 51 „I“ größter Arbeitgeber der Region
In seinem Vortrag hatte Oberst Stoye unter anderem auf die wirtschaftliche Bedeutung des Geschwaders für die Region hingewiesen. Das AG 51 „I“, so der Kurzname des Verbandes, ist der größte Arbeitgeber in der Region. Umfangreiche Baumaßnahmen im Hinblick auf die Stationierung der neuen unbemannten Aufklärungssysteme sowie für Renovierungsarbeiten in der Truppenunterkunft Kropp werden zurzeit und in naher Zukunft vorgenommen. Ministerpräsident Carstensen äußerte sich von seinem Besuch im Aufklärungsgeschwader 51 „I“ beeindruckt.
Bilder
Carstensen Oberst Stoye beim Rundgang (Quelle: Luftwaffe/Katja Nickel)
Größere Abbildung anzeigenEin Handschlag vom Ministerpräsidenten (Quelle: Luftwaffe/Katja Nickel)
Größere Abbildung anzeigenOberst Stoye überreicht das Gastgeschenk (Quelle: Luftwaffe/Katja Nickel)
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