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Projekt HERON 1 auf gutem Weg

Tel Aviv, Köln , 16.02.2010.
Im vergangenen Monat graduierten insgesamt acht Soldaten der Luftwaffe in Israel zum „Aerial Vehicle und Payload Operator“ und erhielten dadurch die Lizenz, das UAS (Unmanned Aerial System) HERON 1 zu führen und die Sensorausstattung zu bedienen.

Generalmajor Joachim Wundrak  und Oberst Karsten Stoye mit zwei frischgebackenen UAV-Graduierten
Generalmajor Joachim Wundrak und Oberst Karsten Stoye (Quelle: Rheinmetall /Rayk Hähnlein)Größere Abbildung anzeigen

HERON 1 (engl. Reiher) dient als unbemanntes Fluggerät der abstandsfähigen Überwachung und Lageaufklärung und kann beinahe wetter- und tageslichtunabhängig mittels hochsensibler Aufklärungstechnik wichtige Daten, die der Beurteilung der Lage im Einsatzgebiet dienen, in nahezu Echtzeit bereit stellen. Diese Fähigkeit bildet einen weiteren maßgeblichen Baustein zur Erhöhung des Schutzes deutscher Soldaten im Einsatz. So kann das System etwa aus mittleren und großen Höhen zur Beobachtung und Unterstützung eigener Kräfte dienen, ohne diese dabei in direkte Gefahr zu bringen. Es ist vorgesehen, das Fluggerät ab März 2010 in Afghanistan einzusetzen. Hierzu sind umfangreiche Schulungen von Bedienern und Technikern notwendig. Unter anderem wurden Soldatinnen und Soldaten der Luftwaffe als Bedienpersonal sowie Techniker der Industrie als Wartungspersonal Ende 2009 nach Israel gesandt, um durch die israelische Herstellerfirma im Umgang mit dem Aufklärungsmittel geschult zu werden. Militärische Heimat des hochqualifizierten Bedienpersonals bildet das Aufklärungsgeschwader 51 „Immelmann“. Hier wurde am 5. Februar 2010 die erste UAS-Staffel der Luftwaffe in Dienst gestellt. Sie wird auch die Heimat der Euro Hawk - Systeme werden, die beginnend ab 2011 vor Ort stationiert werden.

Der HERON 1 – unbemanntes Fluggerät MALE (Medium Altitude Long Endurance) für die Luftwaffe
Der HERON 1 – für die Luftwaffe (Quelle: Rheinmetall/Rayk Hähnlein)Größere Abbildung anzeigen

Der HERON 1 ist ein propellergetriebenes unbemanntes Fluggerät mit einer Spannweite von rund 16 Metern, einem maximalen Startgewicht von 1.200 Kilogramm und einer Nutzlast von bis zu 250 Kilogramm. Bei einer Flughöhe von bis zu 27.000 Fuß (~ 9.000 Meter) kann der HERON 1 je nach Sensorausstattung bis zu 24 Stunden in der Luft bleiben. Die Einsatzreichweite beträgt ca. 400 Kilometer. Die Sensortechnik erlaubt mittels elektronischer und infraroter Bilderfassung auch die Übermittlung von „Full Motion Videos“, also Bewegtbildern in bisher nicht vorhandener Qualität in nahezu Echtzeit.

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Stand vom: 06.07.2010 | Autor: Herbert Albring

http://www.luftwaffe.de/portal/a/luftwaffe/aktu/nach/archiv/2010/feb%3Fyw_contentURL=%2F01DB060000000001%2FW282QGJ8338INFODE%2Fcontent.jsp.html