Russischer Luftraumaufklärer abgefangen
Litauen, 17.09.2009.

Am Dienstag, den 15. September 2009 wurde um 9.50 Uhr EEST (östliche europäische Sommerzeit) ein „Tango – Scramble“ ausgelöst. Erst unmittelbar vor dem Start erhielten die Piloten die Information, dass es sich um eine Trainingsmission mit einigen F-15 „Eagle“ der US - Air Force im Baltischem Luftraum handelt. Bei einem “Tango – Scramble“ wird der scharfe Einsatz der „Alpha – Scramble“, eins zu eins simuliert. Doch heute sollte es anders kommen. Kurz vor Ende der Mission wurde ein scharfer „Alpha – Scramble“ ausgelöst und die beiden Eurofighter erhielten aus dem Luftraumüberwachungszentrum in Kaunas, Litauen, die Koordinaten um ein in Russland gestartetes Flugzeug abzufangen. Dieses Flugzeug flog sehr dicht an der Grenze des baltischen Luftraumes vorbei. Eine Genehmigung zum Durchflug oder zum Überflug der baltischen Staaten wurde nicht erteilt. Nach kurzer Flugzeit der deutschen Eurofighter wurde das unbekannte Flugzeug als eine unter russicher Flagge fliegende Iljuschin76 A-50 Schmel, mit dem NATO-Codename „Mainstay“, eine russische Version eines Luftraumaufklärers identifiziert. Die A-50 „Mainstay“ bildet das Gegenstück zur Boeing E-3 Sentry der NATO (Airborn Warning and Control System). Noch während der Identifizierung der A-50 „Mainstay“ bemerkten die Piloten der deutschen QRA-Rotte, dass zwei Suchoi Su-27, mit dem NATO-Codename „Flanker“, sehr schnell aus dem rückwärtigem Luftraum aufschlossen. Da diese sich jedoch nicht in der Nähe des baltischen, sondern des finnischen Luftraumes befanden, wurden sie von der finnischen QRA-Rotte abgefangen, identifiziert und über internationale Gewässer eskortiert. Nach einer Flugzeit von rund 90 Minuten kehrten beide deutsche Eurofighter zur Luftwaffenbasis Siauliai zurück.
Bilder
Eurofighter begleitet den Luftraumaufklärer A-50 Mainstray (Quelle: Luftwaffe/Pressestelle PIZ Air Policing Baltikum)
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