„Boelcke“ unter neuer Führung
Fliegerhorst Nörvenich, 20.07.2010.
Am 8. Juli 2010 wurde das Kommando über das Jagdbombergeschwader 31 „Boelcke“ (JaboG 31 „B“) während eines feierlichen Appells auf dem Fliegerhorst Nörvenich durch Generalmajor Bernhard Fürst von Oberst Ingo Gerhartz an Oberstleutnant Andreas Hoppe übergeben.

Oberst Gerhartz gab das Kommando über das Geschwader nach zweieinhalb Jahren vor rund 120 Ehrengästen sowie den Angehörigen des Geschwaders schweren Herzens ab. Zwei Dinge hatte er sich nach seiner Übernahme im Dezember 2007 geschworen: „Erstens, wenn ich den Verband übergebe, ist es warm und zweitens fliegen wir das neue Waffensystem Eurofighter“. Und so ist es gekommen. Beim Amtsantritt von Oberst Gerhartz herrschten Minus-Grade und Nebel. Die jetzige Übergabe erfolgte bei strahlend blauem Himmel – und die ersten Geschwader-eigenen Eurofighter landeten am 16. Dezember 2009 auf dem Fliegerhorst Nörvenich.

Hohe Einsatzbereitschaft
Generalmajor Fürst, Kommandeur der vorgesetzten 2. Luftwaffendivision, würdigte die sehr gute Arbeit des scheidenden Kommodores in den letzten Jahren. „Sie, Herr Oberst Gerhartz, haben ein Stück weit die traditionsreiche Geschichte des Geschwaders fortgeschrieben. Vor allem haben Sie an der Einführung des Eurofighters und am folgenden sehr fordernden parallelen Flugbetrieb von Eurofighter und Tornado sehr erfolgreich mitgewirkt.“ Weiterhin lobte er die hohe Einsatzstatistik des Geschwaders: „Über den Routineeinsatz hinaus lässt sich die hohe Leistungsfähigkeit und Motivation auch aus der beeindruckenden Einsatzstatistik des Geschwaders ablesen: 188 Soldaten des JaboG 31 „B“ haben sich während Ihrer Zeit als Kommodore freiwillig für den Einsatz im erweiterten Aufgabenspektrum der Bundeswehr zur Verfügung gestellt. Sie selbst sind diesbezüglich mit gutem Beispiel vorangeschritten und waren in der Funktion des Kommodores Einsatzgeschwader Mazar-e-Sharif von Februar bis Oktober 2009 mit insgesamt 226 Tagen im Auslandseinsatz in Afghanistan“.

Alter Bekannter in neuer Funktion
Während des Appells überreichte Generalmajor Fürst dem scheidenden Kommodore die Flugsicherheitsurkunde des Inspekteurs der Luftwaffe für zehn Jahre unfallfreies Fliegen. Oberst Gerhartz bleibt der geliebten Fliegerei aber treu, denn er wechselt in das Luftwaffenführungskommando nach Köln-Wahn, wo er als Gruppenleiter A 5 III für den Einsatz fliegender Waffensysteme der Luftwaffe verantwortlich sein wird. Mit Oberstleutnant Hoppe bekommt das Geschwader einen Kommodore, der vielen Angehörigen bereits bekannt ist: Von 1999 bis 2002 war er Staffelkapitän der 2. Fliegenden Staffel im Jagdbombergeschwader 31 „Boelcke“.

