Verteidigungsminister zu Guttenberg beim Jagdgeschwader 73 „Steinhoff“
Laage, 28.07.2010.
Eine halbe Stunde Verspätung hatte der Hubschrauber des Ministers und seiner Delegation, als er um 14:30 Uhr auf dem Flughafen Laage landete. Das Jagdgeschwader 73 „Steinhoff“ (JG 73) war nach dem Logistikregiment 7 die zweite „Station“, die er an diesem Tag besuchte. Im Mittelpunkt seiner Visite standen nicht etwa politische Intentionen, sondern deutlich die Angehörigen des Luftwaffengeschwaders.

Der Minister war nicht der einzige Politiker vor Ort. Er wurde bereits vom Innenminister Mecklenburg-Vorpommerns, Lorenz Caffier, sowie einigen Bundes- und Landespolitikern erwartet. Nach einem kurzen Gespräch mit dem Kommodore, Oberst Andreas Schick, stellte sich der Verteidigungsminister eine Stunde den Fragen der etwa 200 Soldaten aller Dienstgradgruppen.

Auf Tuchfühlung mit Soldaten und zivilen Angehörigen
„Vom ministeriellen Schreibtisch aus ist schwer zu erkennen, was die Truppe bewegt. Deshalb möchte ich ihre Probleme und Nöte hier aus erster Hand hören.“ Mit dieser Ankündigung verließ er das für ihn extra aufgestellte Rednerpult und begab sich unmittelbar auf Tuchfühlung zu seinem Publikum. Im Dialog bat der Minister um Verständnis, dass er zur Umstrukturierung der Bundeswehr noch keine konkreten Aussagen machen könne. „Zuerst müssen wir überlegen, welche Strukturen wir überhaupt benötigen, um zukünftige Aufgaben bewältigen zu können. Danach erst sind auch Aussagen zu Personalstärken - und zuletzt zu Standorten - möglich.“.

Neue Bundeswehrstruktur ist ein langer Weg
Der Minister informierte die Angehörigen des JG 73, dass zurzeit über verschiedene Modelle zur zukünftigen Bundeswehr nachgedacht werde. Er werde aber rechtzeitig informieren, wenn es belastbare Ergebnisse gäbe, kam er den Angehörigen des Jagdgeschwaders 73 entgegen. Nach ihrem ersten Eindruck befragt, äußerten sich die Soldaten positiv über das Gespräch. Zwar konnte der Minister ihnen noch keine Standortentscheidungen mitteilen, doch kam seine offene und verbindliche Art sehr gut bei Soldaten und zivilen Mitarbeitern an. Anschließend erhielt der Minister durch Oberst Schick einen Überblick über die Geschichte und die aktuelle Situation des Geschwaders. Danach wurde ihm im Simulator und im Hörsaal ein kurzer Einblick in die Pilotenausbildung gegeben. Abgerundet wurde der Besuch mit der Besichtigung eines Eurofighters, in dem der Minister Platz nahm, während Oberst Schick ihm das Cockpit erklärte. Zum Schluss stellte sich Minister zu Guttenberg noch den Fragen der anwesenden Journalisten, bevor er gegen 17:30 Uhr, ebenfalls eine halbe Stunde später als geplant, zu seinem nächsten Termin eilte.
Bilder
Minister zu Guttenberg (Quelle: Luftwaffe)
Größere Abbildung anzeigenPressegespräch (Quelle: Luftwaffe)
Größere Abbildung anzeigenEurofighter am Himmel (Quelle: Luftwaffe)
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