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Tornadoausbildung zieht von New Mexico nach Norddeutschland

Jagel, 03.04.2017.
Nach mehr als 20 Jahren geht mit dem derzeit laufenden Lehrgang die Ausbildung von jungen Luftfahrzeugführern und Waffensystemoffizieren am Tornado in Holloman zu Ende. Den Ausbildungsauftrag übernimmt von nun an das Taktische Luftwaffengeschwader 51 „Immelmann“. Dazu wurde mit der Aufstellung der neuen 4. Staffel ein wichtiger Schritt in der neuen Heimat der Tornadoausbildung vollzogen.

Es ist ein strahlender Frühlingstag im Norden Deutschlands. Das Geschwader ist zur Indienststellung seiner 4. Fliegenden Staffel und der anschließenden Übernahme des neuen Ausbildungsauftrages angetreten. Damit erhält das vielseitigste Geschwader der Luftwaffe einen weiteren, wichtigen und ganz anders gelagerten Auftrag hinzu: Die Ausbildung von Personal, der wichtigsten Ressource, die die Bundeswehr zu bieten hat.

Das Taktische Luftwaffengeschwader ist angetreten.

Das Taktische Luftwaffengeschwader ist angetreten. (Quelle: Luftwaffe/Oliver Pieper)Größere Abbildung anzeigen

Die Verlegung dieser wichtigen Ausbildungskomponente zurück in die Heimat ist der Luftwaffe nicht leicht gefallen. Vor allem waren wirtschaftliche Gründe der Ausschlag für diese Entscheidung. Brigadegeneral Andreas Schick, Bereichsleiter Luft im Luftwaffentruppenkommando verband die Übertragung des Auftrages an das TaktLwG 51 „I“ mit einem besonderen Dank für die jahrzehntelange Unterstützung durch die USA. Besonders werde er „die herzliche Gastfreundschaft der Amerikaner gerne in Erinnerung behalten“, sagte Schick. Gleichzeitig betonte er auch, dass die Zusammenarbeit mit der US Air Force und der US Army bei der fliegerischen Grundausbildung fortgesetzt werde: „Wir bleiben auf dem amerikanischen Kontinent weiter präsent.“

Brigadegeneral Schick bei seiner Rede.

Brigadegeneral Schick bei seiner Rede. (Quelle: Luftwaffe/Dagmar Hennicke)Größere Abbildung anzeigen

In Jagel ist die neue Aufgabe zumindest für einen nicht gänzlich neu: Oberstleutnant Andreas J., der neue Staffelkapitän der 4. Staffel, stand auch schon in Holloman der Ausbildungsstaffel vor. Derzeit in drei verschiedenen Einsätzen gebunden, werden sowohl der Ausbildungsauftrag als auch der damit verbundene Aufwuchs das gesamte Geschwader fordern. „Die Erhöhung der Zahl an Tornado-Luftfahrzeugen von derzeit 25 auf 39 wird sich nicht nur in der neuen 4. Staffel bemerkbar machen“, sagte der Kommodore der „Immelmänner“, Oberst Michael Krah, und ergänzte, dass „der Ausbildungsauftrag weite Teile des Geschwaders betreffen wird. Er geht uns alle an.“

„Der neue Auftrag geht uns alle an“ -Oberst Michael Krah bei seiner Ansprache.

„Der neue Auftrag geht uns alle an“ -Oberst Michael Krah bei seiner Ansprache. (Quelle: Luftwaffe/Oliver Pieper)Größere Abbildung anzeigen

Krah wünscht sich deshalb für die neue Aufgabe, die „unter anderen Rahmenbedingungen als in New Mexico“ stattfinden werde, auch mehr als das reine Weitergeben von fliegerischem Wissen: „Ausbildung bedeutet auch das Vermitteln einer Grundhaltung, einer Einstellung, eines soldatischen Selbstverständnisses. Kurzum gesagt: Im täglichen Tun und Handeln den Stolz zu vermitteln, einen Tornado fliegen zu dürfen.“ Der Kommodore betonte auch, dass sein Geschwader nach wie vor ein Einsatzverband sei. Ein Status, der ebenso für das Stammpersonal der 4. Staffel verpflichtend sei.

Einzigartig macht das TaktLwG 51 „I“ dabei nicht nur seine Vielseitigkeit, sondern auch das ausgesprochen gute Verhältnis zu seinen Garnisonsgemeinden. Bei aller zusätzlichen Standortsicherheit, die die Verstärkung des Geschwaders mit sich bringe, dankte Oberst Krah ausdrücklich den Menschen im Umfeld seines Verbandes für dieses gute Verhältnis und das sie der „moderaten Erhöhung des Flugbetriebes und der damit einhergehenden Lärmbelastung so viel Verständnis entgegen bringen.“ Insgesamt freut sich Oberst Krah auf die neue Herausforderung. Er weiß, „dass diese bei den Immelmännern in guten Händen liegt.“

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Stand vom: 06.04.17 | Autor: Benedikt Hoff


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