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Letzte Einsatzprüfung bestanden – A400M kann Jets betanken

Zaragoza/Spanien, 25.05.2018.

Internationale Kooperationen sind für das Lufttransportgeschwader 62 nichts Neues. Es bestehen enge Beziehungen zu den französischen und britischen Airbus A400M-Verbänden. Im Bereich der Luftbetankung wurde nun jedoch ein neues Kapitel aufgeschlagen.

Ideale Wetterbedingungen für den A400M, um die EF-18 Jets zu betanken.
Ideale Wetterbedingungen für den A400M, um die EF-18 Jets zu betanken. (Quelle: Luftwaffe/Stefan Dabel)Größere Abbildung anzeigen

Die Truppenversuchsgruppe des Lufttransportgeschwaders (LTG) 62 führte gemeinsam mit den spanischen Luftstreitkräften Luftbetankungen durch. Hierbei konnte die Einsatztauglichkeit des deutschen A400M erfolgreich überprüft und nachgewiesen werden.

Dieser Übung ging ein mehrwöchiger Planungsprozess voraus, der vom deutschen Militärattaché tatkräftig unterstützt wurde. Durch die Zusage der Spanier, das deutsche Vorhaben mit EF-18 Jets zu unterstützen, war die nationenübergreifende Übung möglich.

Nach etwa zweieinhalb Stunden Flugzeit von Wunstorf nach Zaragoza wurde die Besatzung von den spanischen Kameraden freundlich begrüßt. Im Anschluss an ein kurzes Briefing wurden die letzten Checks gemacht und der deutsche A400M war bereit für die Einsatzprüfung am Folgetag.

Traumhafte Kulisse und optimale Bedingungen für die Übungsflüge.
Traumhafte Kulisse und optimale Bedingungen für die Übungsflüge. (Quelle: Luftwaffe/Stefan Dabel)Größere Abbildung anzeigen

Es herrschten ideale Bedingungen über der iberischen Halbinsel. Schon kurz nach dem Start konnte zügig der für die Tankvorgänge reservierte Luftraum erreicht werden. Es herrschte konzentrierte Hochspannung im deutschen A400M. Nachdem alle Checks durchgeführt waren, wurden die Betankungsschläuche abgerollt, die Beleuchtung angepasst und die Funktionsfähigkeit der Betankungssysteme überprüft.

Daraufhin näherte sich die erste Formation aus drei EF-18 Jets dem deutschen A400M. Nach Sichtkontakt wurde die Koordinierung der Betankung an die Besatzung des A400M übergeben.

Für die Jetpiloten ist die Annäherung ebenfalls eine Herausforderung und muss deswegen von allen Beteiligten regelmäßig trainiert werden.
Für die Jetpiloten ist die Annäherung ebenfalls eine Herausforderung und muss deswegen von allen Beteiligten regelmäßig trainiert werden. (Quelle: Luftwaffe/Stefan Dabel)Größere Abbildung anzeigen

Hierbei führt die Besatzung die einzelnen Jets an die jeweiligen Außenstationen und gibt die Freigabe zum Betanken. Spezielle Lackierungen an der Flügelunterseite des A400M, dienen hierbei als Orientierungspunkte für die Jetpiloten. Nach nur zehn Minuten war der Tankvorgang schon beendet.

Ein großer Vorteil: Zwei Jets können gleichzeitig betankt werden. So kann viel Zeit gespart werden.
Ein großer Vorteil: Zwei Jets können gleichzeitig betankt werden. So kann viel Zeit gespart werden. (Quelle: Luftwaffe/Stefan Dabel)Größere Abbildung anzeigen

Anders als bei normalen Transportflügen hat der A400M an seinen Flügeln jeweils zwei Behälter montiert, sogenannte AAR-Pods. Mit diesen kann er als fliegende Tankstation genutzt werden. Die AAR-Pods sind das Herzstück eines jeden zukünftigen A400M Tankers. Sie können an jeden A400M angebaut werden, wodurch jeder als Tanker eingesetzt werden könnte. Die Pods beinhalten den Luftbetankungsschlauch und eine selbständige Stromversorgung. Diese ist unter anderem erforderlich, um einen ausreichenden Treibstoffdruck während des Betankens zu erzeugen. Angetrieben wird der Stromgenerator von einem kleinen Propeller, der an der Spitze montiert ist und sich im Flug mit dreht.

An der Flügelunterseite das A400M sind die Orientierungsstreifen für die Piloten zu sehen und an der Spitze des AAR-Pods ist der kleine Propeller.
An der Flügelunterseite das A400M sind die Orientierungsstreifen für die Piloten zu sehen und an der Spitze des AAR-Pods ist der kleine Propeller. (Quelle: Luftwaffe/Simon Otte)Größere Abbildung anzeigen

Weitere Anflüge von EF-18 Jets folgten, bei denen die Crew auf etwaige Auffälligkeiten achtete und unterschiedliche Fluggeschwindigkeiten testete. Nach einer Abgabe von fast 14 Tonnen Kraftstoff bei insgesamt zehn EF-18 war der erste Test erfolgreich beendet und es ging wieder zurück nach Zaragoza. Bei weiteren Tests am Folgetag konnte die Erprobung abgeschlossen werden. Somit wurde die letzte Einsatzprüfung bestanden – Der deutsche A400M ist nachweislich in der Lage Jets zu betanken.

Der A400M kann nun nachweislich Jets in der Luft betanken.
Der A400M kann nun nachweislich Jets in der Luft betanken. (Quelle: Luftwaffe/Stefan Dabel)Größere Abbildung anzeigen

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Stand vom: 25.06.18 | Autor: Stefan Dabel und Martin Buschhorn


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