Startseite Bundeswehr

Sie sind hier: Startseite > Verbände > Dienststellen im Ausland > Taktisches Ausbildungskommando der Luftwaffe USA > Euro NATO Joint Jet Pilot Training > Kommunikation im Baltikum

Kommunikation im Baltikum

Ämari, Estland, 01.10.2014.

Sie sind die Ersten, die in den Einsatz verlegen und die Letzten, die nach Einsatzende zurückkommen. Ohne das Team der Führungsunterstützung geht auch beim Deutschen Anteil des verstärkten Air Policing Baltikum in Estland kein Eurofighter in die Luft und es können keine Ersatzteile aus Deutschland nachgeliefert werden.

Aufbau der SATCOM-Anlage in Ämari
Aufbau der SATCOM-Anlage in Ämari (Quelle: Luftwaffe/Sven Blaschke)Größere Abbildung anzeigen

Eine Woche vor Kontingentbeginn mussten alle Bereiche arbeitsfähig sein, denn zum 01. September sollte die Eurofighter-Alarmrotte (QRA) mit IT-technischer Anbindung ins Heimatland einsatzbereit sein.
Dies bedeutete in der ersten Zeit viele Überstunden, teilweise bis spät in die Nacht. Hauptmann Sven B. als stellvertretender Leiter für Kommunikations- und Informationssysteme (CIS) ist stolz auf die Arbeit „seiner Jungs“ – wie er sie alle liebevoll nennt. Ihm unterstehen sämtliche Administratoren, sowie die Soldaten für die Funksysteme und das Satellitenkommunikationssystem (SATCOMBw) des Führungsunterstützungsbataillons 281. „Zusammen als Team haben wir einen entscheidenden Beitrag dazu geleistet, dass der Kontingentführer rechtzeitig die deutsche QRA einsatzbereit melden konnte“, sagte der Luftwaffenoffizier

nach oben

Hilfe bei IT-Problemen

Hauptmann Sven B. mit den Administratoren des User Help Desk
Hauptmann Sven B. mit den Administratoren des User Help Desk (Quelle: Luftwaffe/Sven Blaschke)Größere Abbildung anzeigen

Erste Anlaufstelle bei PC- oder Telefonproblemen sind Fachleute des First-Level Support. Sie sind nationale Ansprechpartner für alle IT-Nutzer im Rahmen des verstärkten Air Policing Baltikums (VAPB) in Ämari.
Sie nehmen sämtliche Störungen auf und leiten selbst erste Entstörmaßnahmen ein. Auch die Netzwerkanbindung der Feldjäger und anderer Truppenteile sowie deren Beratung und Unterstützung, verlief reibungslos wie Hauptmann D. bestätigt: „Die Ausstattung mit benötigtem IT-Material sowie die Verbindung zum Kommando Feldjäger zur Übermittlung von fachspezifischen Meldeverfahren verlief ebenso schnell wie unkompliziert.“ Bei schwerwiegenderen Störungen kommen die Experten des Second-Level-Supports zum Einsatz.

nach oben

Entstörung durch die PC-Profis - Second-Level-Support

Detailabsprachen mit den Administratoren
Detailabsprachen mit den Administratoren (Quelle: Luftwaffe/Sven Blaschke)Größere Abbildung anzeigen

Für das deutsche Einsatzkontingent in Ämari installierten die Administratoren des Second-Level-Support ein eigenes Netzwerk auf der Luftwaffenbasis vor Ort. Eine Anbindung nach Deutschland und zudem ein fehlerfreier Datenaustausch innerhalb des Kontingentes konnte somit ermöglicht werden. Zusätzlich administrieren sie rund 60 Arbeitsplatzrechner, IP-Telefone, Videokonferenzanlagen sowie die Anbindung an die Kommunikationssysteme der Bundeswehr und NATO. Damit diese Daten via Internetleitung sicher nach Deutschland übertragen werden können, verschlüsselt man diese mit sogenannten SINA-Boxen .

nach oben

IT-Sicherheitsbeauftragter

Fachwissen ist gefragt - Die Verschaltung hochkomplexer Computersysteme
Fachwissen ist gefragt - Die Verschaltung hochkomplexer Computersysteme (Quelle: Luftwaffe/Sven Blaschke)Größere Abbildung anzeigen

Weiterhin gibt es den IT-Sicherheitsbeauftragten (IT-SiBe), der den Kontingentführer des deutschen Einsatzkontingentes in allen Fragen der IT-Sicherheit berät. Neben den Sicherheitsbelehrungen ist er für die Bearbeitung von Sicherheits- und Kryptoverstößen verantwortlich.

nach oben

Funk- und Satellitensysteme

Die Soldaten des Führungsunterstützungsbataillons 281 sind für zusätzliche Anbindungen nach Deutschland zuständig. Ihre Arbeit verrichten sie meist im Hintergrund und ihr bereitgestelltes Portfolio gewährleistet ein wertvolles, alternatives Kommunikationsverfahren. Ihre große Satellitenschüssel ist von weitem auf dem estischen Luftwaffenstützpunkt zu erkennen. Bei Ausfall der Internetverbindung nach Deutschland, wird das Signal automatisch über einen Satelliten zur Bodenstation ins rheinland-pfälzischeGerolstein übertragen. „Ich bin froh auf die Unterstützung der Streitkräftebasis zurückgreifen zu können und (…) eine homogene und effiziente Truppe hier vor Ort zu haben“, bewertet Hauptmann Sven B. sein IT-Team vor Ort

nach oben


Fußzeile

nach oben

Stand vom: 28.11.17 | Autor: Sven Blaschke


http://www.luftwaffe.de/portal/poc/luftwaffe?uri=ci%3Abw.lw.org.ausl.takus.enjj&de.conet.contentintegrator.portlet.current.id=01DB060000000001%7C9PGHJE508DIBR