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Mehr Schutz für die Soldaten in Mali

Todendorf/Panker, 08.03.2017.
Teile von MANTIS sollen voraussichtlich bis Ende des Jahres nach Gao in Mali verlegt werden, um dort den Schutz der Soldaten im Feldlager zu erhöhen. Das Waffensystem MANTIS ist nach der Lauerjägerin „Mantis Religiosa“, eine Gottesanbeterin, die wie das Waffensystem zuverlässig und effektiv in ständiger Bereitschaft ist, benannt.

Die Soldaten der Flugabwehrraketengruppe 61 in Todendorf sind bereits mitten in den Vorbereitungen für ihren Einsatz in Mali. Erstmalig werden Teile des Waffensystems MANTIS ein Feldlager in einem Einsatzland schützen. Der Transport nach Mali ist bis Ende des Jahres geplant. Die Luftwaffe erhöht damit den Schutz der Soldaten im Camp Castor im MINUSMA-Einsatz.

Das Auge von MANTIS: Ohne Zeitverzögerung werden Geschosse vom Sensor detektiert.

Das Auge von MANTIS: Ohne Zeitverzögerung werden Geschosse vom Sensor detektiert. (Quelle: Luftwaffe/Archiv )Größere Abbildung anzeigen

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Echtzeitschutz vor Geschossen

Das Nächstbereichsschutzsystem MANTIS ist ein stationäres System zum Schutz von Einrichtungen und Objekten, insbesondere von Feldlagern, gegen eine von außen einfliegende Bedrohung. Speziell dient es dem Schutz vor Raketen-, Artillerie- und Mörserangriffen. Geplant ist es, nur die Aufklärungskomponente von MANTIS mit den einzigartigen sensorischen Fähigkeiten im Camp Castor zu installieren. So soll die Vorwarnzeit auf eventuelle Angriffe durch Geschosse erhöht werden. Der Sensor ist in der Lage kleinste Ziele aufzuklären. Die gesammelten Daten werden blitzschnell ausgewertet. So kann der voraussichtliche Einschlagspunkt des feindlichen Beschusses und der Standort des Angreifers ermittelt werden. So sollen die Feldlagerbesatzungen gezielt gewarnt und geeignete Gegenmaßnahmen getroffen werden können. Das System ist für den Dauerbetrieb – 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche – ausgelegt.

Die Soldaten 1. Staffel der Flugabwehrraketengruppe 61 werden MANTIS in Mali bedienen. Die Staffel stellt aus ihren eigenen Reihen den sogenannten Kampfführungsoffizier, der das komplette System überwacht.

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Der Einsatz in Mali

Die Stabilisierung Malis ist ein Schwerpunkt des deutschen Engagements in der Sahel-Region und eine zentrale Aufgabe der Afrikapolitik der Bundesregierung. Die Sicherheitslage in der Sahelregion, und insbesondere in Mali, ist weiterhin unbeständig. Deutschland hat ein erhebliches Interesse daran, Terrorismus, Kriminalität und Verarmung, die mittelfristig starke Auswirkungen auf Europa haben können, gemeinsam mit seinen europäischen und internationalen Partnern entgegenzutreten.

Die deutsche Beteiligung im Rahmen der VN-Mission MINUSMA wirkt unmittelbar unterstützend für die europäischen Bemühungen und ergänzt den umfassenden internationalen Ansatz zur Stabilisierung der Region.

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Stand vom: 20.04.17 | Autor: Nicole Balzer, Stephan Prietzel


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