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Der Einsatz im Kosovo

Am 10. Juni 1999 verabschiedete der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen die Resolution 1244 und regelte den Einsatz der NATO-Sicherheitstruppe Kosovo Force (KFOR). Die KFOR sollte als erste Aufgabe den Abzug der jugoslawischen Truppen und die Entmilitarisierung des Kosovo überwachen.

Karte vom Einsatzgebiet KFOR

Karte vom Einsatzgebiet KFOR (Quelle: Bundeswehr)Größere Abbildung anzeigen

Nach der Unabhängigkeitserklärung des Kosovo am 17. Februar 2008 blieb KFOR mit Zustimmung der kosovarischen Regierung im Land. Grundlage für die militärische und zivile Präsenz ist weiterhin die UN- Resolution 1244. Im Blickpunkt steht nun insbesondere die Überwachung der Entwicklung professioneller, demokratischer und multiethnischer Sicherheitsstrukturen. Darüber hinaus gilt es, humanitäre Hilfe in Notsituationen zuleisten, die Rückkehr von Flüchtlingen und Vertriebenen zu fördern sowie die Arbeit internationaler Hilfsorganisationen zu unterstützen. Hierzu arbeitet KFOR eng mit den Missionen der Vereinten Nationen (UNMIK) und der Europäischen Union (EULEX) im Kosovo zusammen. UNMIK hat wesentliche Aufgabenfelder im Polizei- und Justizaufbau im April 2009 an die EU Rechtsstaatlichkeitsmission EULEX übergeben.

Die Bundeswehr ist seit dem 12. Juni 1999 im Kosovo präsent. Mit der Verbesserung und Stabilisierung der Sicherheitslage während der vergangenen zwölf Jahre konnte die Truppenstärke von KFOR ständig angepasst und langfristig verringert werden.

Bereits in 2009 hat die NATO den Prozess „Deterrent Presence“ einer kontinuierlichen Reduzierung der präsenten Kräfte bei KFOR eingeleitet. Mit der Billigung der NATO zur weiteren Reduzierung der Einsatzstärke von KFOR vom 29. Oktober 2010 wurde die Gesamtpersonalstärke KFOR zum 01. März 2011 auf ca. 5.500 Soldatinnen und Soldaten, davon ca. 900 aus Deutschland, reduziert.

Die bisherige Aufteilung des Kosovo in die Verantwortungsbereiche von fünf Multinational Battle Groups (MNBG) wurde aufgelöst. Seit März 2011 haben fünf Joint Regional Detachments (JRD) die Funktion als Mittler zwischen der kosovarischen Bevölkerung und KFOR übernommen. Dem KFOR-Befehlshaber bleiben jedoch zwei multinationale Verbände, die MNBG West und East, mit kosovoweit flexibel einsetzbaren Kräften unterstellt.

Die Kernfähigkeiten des deutschen Einsatzkontingentes KFOR bestehen aus dem deutschen Anteil im Hauptquartier KFOR, dem deutschen Einsatzlazarett mit veterinärmedizinischen und lebensmitteltechnischen Laboren in Prizren und einer Einsatzkompanie mit Stationierungsort Novo Selo, in der Nähe von Mitrovica, welche der US-geführten MNBG East unterstellt wurde.

Nachdem Spannungen an der Nordgrenze und bald auch in weiten Teilen der Nordregion des Kosovo ab Juli 2011 eskalierten, verlegte das von Deutschland und Österreich gestellte operative Reservebataillon (Operational Reserve Force - ORF) in einer Stärke von bis zu 700 Soldatinnen und Soldaten im August 2011 in das Einsatzgebiet.

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Stand vom: 05.08.16


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