Startseite Bundeswehr

Sie sind hier: Startseite > Über uns > Team Luftwaffe im Einsatz > Südsudan (UNMISS) 

Die Unterstützungsmission in der Republik Südsudan

Die Beteiligung der Bundeswehr an der vorhergehenden Mission der Vereinten Nationen zur Absicherung des Friedens im Sudan (UNMIS = United Nations Mission in Sudan) wurde vom Bundestag erstmals am 22. April 2005 gebilligt. Mit der Unabhängigkeitserklärung Südsudans endete UNMIS und damit auch das Mandat des Deutschen Bundestages für die deutsche Beteiligung daran.

Karte vom Einsatzgebiet UNMISS

Karte vom Einsatzgebiet UNMISS (Quelle: Bundeswehr)Größere Abbildung anzeigen

Da die Regierung des Südsudan eine Folgemission wünschte, hat der Deutsche Bundestag auf Antrag der Bundesregierung am 8. Juli 2011 einer erneuten Beteiligung Deutschlands mit Beginn der UN-Mission im Südsudan zugestimmt. Voraussetzung hierfür war ein Mandat des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen.

Kernaufgaben von UNMISS sind die Unterstützung der Regierung bei der Friedenskonsolidierung, beim Staatsaufbau und der wirtschaftlichen Entwicklung. Darüber hinaus leistet UNMISS Unterstützung bei der Gewährung von Sicherheit, Durchsetzung von Rechtsstaatlichkeit und Stärkung des Sicherheits- und Justizsektors. Das derzeitige Mandat hat der Deutsche Bundestag am 8. November 2012 beschlossen. Es ist längstens bis zum 31. Dezember 2013 gültig. Die Mandatsobergrenze liegt bei 50 Soldatinnen und Soldaten. Derzeit sind knapp 20 deutsche Soldaten im Einsatz.

Auf der „Juba-Konferenz“ im Jahr 1947 wurde die Angliederung des Südsudans an den Norden beschlossen. Rebellen kämpften von 1955 bis 1972 und erneut ab 1983 unter der Führung der Sudanesischen Volksbefreiungsarmee (SPLA) für die Unabhängigkeit ihres Landes. Zwischen den Auseinandersetzungen galt der Südsudan mit Beschluss eines Friedensabkommens von 1972 als autonom. Dennoch griff die sudanesische Zentralregierung in die Autonomie ein. 2005 einigten sich die Befreiungsarmee und die Regierung in Khartum im Norden erneut auf ein Friedensabkommen.

Auch nach 2005 kam es immer wieder zu Zusammenstößen zwischen Truppen aus dem Norden und dem Süden. Im Unabhängigkeitsreferendum, das entsprechend des Friedensabkommens im Januar 2011 durchgeführt wurde, sprachen sich 99 Prozent der abstimmenden Südsudanesen für die Unabhängigkeit ihres Landes aus. Die sudanesische Regierung erkannte das Ergebnis an. Nach einer Übergangszeit wurde die Unabhängigkeit des Südsudan am 09. Juli 2011 erklärt.

nach oben


Fußzeile

nach oben

Stand vom: 12.12.13


http://www.luftwaffe.de/portal/poc/luftwaffe?uri=ci%3Abw.lw.team.eins.unmiss