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Im Baltikum laufen die Vorbereitungen

Ämari (Estland), 21.08.2018.

Das Vorkommando zur „Verstärkung Air Policing Baltikum“ (VAPB) ist bereits in Estland eingetroffen. Ein A400M des Lufttransportgeschwaders 62 aus Wunstorf brachte 54 deutsche Soldaten und acht Tonnen Ausrüstung nach Ämari. Der Ort beherbergt einen Flugplatz der estnischen Luftwaffe und liegt circa 40 Kilometer südwestlich der Landeshauptstadt Tallinn.

Bereit für die Verlegung des Vorkommandos VAPB 2018/19: Der A400M.
Bereit für die Verlegung des Vorkommandos VAPB 2018/19: Der A400M. (Quelle: Luftwaffe/Niels Juhlke)Größere Abbildung anzeigen

Von hier aus übernimmt die Luftwaffe am Freitag, den 31. August, die Sicherung des Luftraums der baltischen NATO-Staaten und löst damit die französische Luftwaffe (Armée de l’Air) ab. Der Luftraum über Estland, Lettland und Litauen wird dann in Zusammenarbeit mit den im litauischen Siauliai stationierten belgischen Streitkräften geschützt.

Die Soldaten beim Boarding: Das Vorkommando VAPB 2018/19 macht sich auf den Weg nach Estland.
Die Soldaten beim Boarding: Das Vorkommando VAPB 2018/19 macht sich auf den Weg nach Estland. (Quelle: Luftwaffe/Niels Juhlke)

Seit 2004 ist die NATO für die Überwachung des Luftraums über den baltischen Staaten verantwortlich, da diese über keine entsprechend ausgerüsteten Luftstreitkräfte verfügen. Daher wird die Luftwaffe von September 2018 bis April 2019 die baltischen NATO-Partner mit bis zu sechs Eurofightern unterstützen. Die Luftfahrzeuge sind als QRA (Quick Reaction Alert) mit Piloten und Technikern in ständiger Bereitschaft, um nach einer Alarmierung in höchstens 15 Minuten in der Luft zu sein.

Die Einweisung des Personals VAPB 2018/19 durch den Kontingentfeldwebel.
Die Einweisung des Personals VAPB 2018/19 durch den Kontingentfeldwebel. (Quelle: Luftwaffe/Niels Juhlke)Größere Abbildung anzeigen

Der größte Teil der mit dem Vorkommando in Estland eingetroffenen Soldaten stammt aus dem Taktischen Luftwaffengeschwader (TLG) 74 in Neuburg an der Donau. Das Geschwader stellt bis Anfang Januar den Hauptteil der Truppen für die Mission. Das TLG 74 ist auch der Heimatverband des Kontingentführers, Oberstleutnant Swen Jacob. Der Stabsoffizier ist bereits seit zwei Wochen im Baltikum und begleitet den Aufbau der Infrastruktur vor Ort. Ein kleines Containerdorf mit Büroräumen ist in dieser Zeit schon entstanden. Nun ist mit dem A400M weitere IT-Ausrüstung und technisches Material angekommen, das von den Soldaten angeschlossen und betriebsbereit gemacht wird.

Blick auf das deutsche Containerdorf vom Tower der Ämari Air Base
Blick auf das deutsche Containerdorf vom Tower der Ämari Air Base (Quelle: Luftwaffe/Niels Juhlke)Größere Abbildung anzeigen

„Dank der guten Vorbereitung und der gesammelten Erfahrungen aus den Vorjahren läuft der Aufbau wie geplant“, unterstreicht Oberstleutnant Jacob. „Ein starkes Team aus allen Bereichen der Bundeswehr sorgt dafür, dass Kleinigkeiten schnell ausgebügelt werden. Die Basis für das Eintreffen des Hauptkommandos in einer Woche ist gelegt.“

Aufbau der Kommunikationseinrichtung.
Aufbau der Kommunikationseinrichtung. (Quelle: Luftwaffe/Niels Juhlke)Größere Abbildung anzeigen

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Stand vom: 27.08.18 | Autor: Daniel Waite


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