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F bis I

Begriffserklärungen - von F wie Führungsorganisation bis I wie Interoperabilität

Führungsorganisation

Aufbau der Kommandostruktur einschließlich der Unterstellungsregelungen, der Aufgaben von militärischen Führern und Stäben sowie deren Gliederung und Aufgaben. Die Führungsorganisation ist ein Teil des Führungssystems. Dieses besteht aus:

  • der Führungsorganisation
  • den Führungsverfahren
  • den Führungsmitteln
  • der Führungsunterstützung

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Führungssystem

System, in dem das geordnete, zielgerichtete Zusammenwirken von Führungsorganisation, Führungsmitteln und Führungsverfahren auf der Grundlage hinreichender Führungsunterstützung geregelt ist.

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Führungsunterstützung

Teil des Aufgabenbereiches "Führung" zur Sicherstellung der Führungsfähigkeit.
Führungsunterstützung hat insbesondere:

  • durch auftrags- und lagegerechtes Informationsmanagement die Voraussetzungen für das erfolgreiche Zusammenwirken von Führungsorganisation, Führungsverfahren und Führungsmitteln im Führungssystem zu schaffen,
  • die Führungsmittel in einem Verbund unter Gewährleistung der IT-Sicherheit zu betreiben,
  • die Funktion eigener Führungsmittel mit geeigneten Schutzmaßnahmen im Rahmen der elektronischen Raumordnung zu gewährleisten.
    Organisationsbereichspezifisch können der Führungsunterstützung weitere Aufgaben zugeordnet werden. Die Wirksamkeit des Führungssystems der Streitkräfte hängt jedoch wesentlich vom streitkräftegemeinsamen Zusammenwirken ab. Die streitkräftegemeinsame Planung und Koordinierung der Führungsunterstützung wird zentral wahrgenommen.

 

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Günstige Luftlage

Zustand, in dem Luftoperationen eines Gegners den Erfolg der eigenen Land-, Luft- und Seeoperation nicht nachhaltig gefährden können. Günstige Luftlage ist die unterste der drei definierten Stufen der Kontrolle über den Luftraum.

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Host Nation Support (HNS)

Host Nation Support umfasst alle zivilen und militärischen Unterstützungsleistungen, die ein Gastgeberstaat (host nation) verbündeten/befreundeten Streitkräften, der NATO, WEU/EU und ggf. anderen supranationalen oder Non-Governmental-Organisationen (NGO) in Frieden, Krise und Krieg zur Verfügung stellt, wenn sich diese auf dem Hoheitsgebiet des Gastgeberstaates aufhalten oder sich im Transit durch diesen befinden. HNS-Leistungen basieren auf NATO-Bündnisverpflichtungen oder auf bi- bzw. multinationalen Vereinbarungen zwischen Aufnahmestaat (Gastgeberstaat), Entsendestaat und betroffenen Organisationen.

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Informationsarbeit

Zielgerichtete Tätigkeit, bei Einsätzen der Streitkräfte über die Vorbereitung und Durchführung des Einsatzes sowie die Ereignisse im Einsatzgebiet so zu informieren, dass die nationale und internationale Öffentlichkeit sowie Angehörige der Bundeswehr den Zusammenhang zwischen der übergeordneten politischen Zielsetzung und den militärischen Maßnahmen erkennen. Informationsarbeit umfasst bei Einsätzen die Aufgabenfelder Pressearbeit, Öffentlichkeitsarbeit und Truppeninformation. Sie ist Teil der Informationsarbeit der Bundesregierung und erfolgt auf Grundlage einer für den Einzelfall festgelegten Weisung des BMVg. Informationsarbeit gegenüber der Öffentlichkeit und der eigenen Truppe ist von Operativer Information zu unterscheiden.

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Integrationsprinzip

Organisationsform eines multi-national zusammengesetzten Stabes, bei dem die Dienstposten im Stab anteilig - dem Beitrag der Nationen am Großverband entsprechend - besetzt werden. Die Spitzendienstposten sind nach dem Rotationsprinzip auf die einzelnen Nationen aufgeteilt oder auf Dauer bestimmten Nationen zugewiesen. Führungs- und Einsatzgrundsätze, gegebenenfalls auch Ausbildungsziele des multinationalen Großverbands sowie die Arbeitsverfahren in seinem Stab, werden unter Anlehnung an Führungsgrundsätze und Verfahren der NATO zwischen den beteiligten Nationen vereinbart. Die zugeordneten Truppenteile werden für den Einsatz, gegebenenfalls bereits im Frieden, mit der Befugnis Operational Command (OpCom) oder Operational Control (OpCon) unterstellt. Die truppendienstliche Führung bleibt jedoch national.

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Interoperabilität

Fähigkeit von Streitkräften eines Bündnisses oder einer Koalition wirksam gemeinsam auszubilden, gemeinsam zu üben und in der Ausführung eines übertragenen Auftrages erfolgreich zusammenwirken zu können. Interoperabilität ist Voraussetzung für ein erfolgreiches Zusammenwirken. Sie wird mit Hilfe der Standardisierung erreicht und ist für alle Streitkräfte im Bündnis Zielvorgabe.

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Stand vom: 25.11.13


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