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M bis O

Begriffserklärungen M wie Militärische Führungsebenen bis O wie Operative Reichweite.

Militärische Führungsebenen

Ebenen im hierarchischen Aufbau der Streitkräfte, die sich nach der Größenordnung des Organisationselementes richten (z.B. Einheitsebene, Verbandsebene, Divisionsebene). Sie werden im Geschäftsbereich des BMVg gemäß ZDv 1/50 in die oberste, obere, mittlere und untere Führung unterteilt. Die militärischen Führungsebenen werden in der NATO-Kommandostruktur mit Level 1, 2 und 3 bezeichnet. Sie sind begrifflich und inhaltlich von Ebenen militärischer Führung zu unterscheiden.

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Militärische Ziele

Definierte, militärisch erreichbare Zustände, die militärisches Handeln bestimmen. Militärische Ziele existieren auf allen Ebenen militärischer Führung, jedoch mit unterschiedlichem Charakter und Detaillierungsgrad. Im deutschen Sprachgebrauch wird nicht unterschieden zwischen Zielen im Sinne von "targets" und denen im Sinne von "objectives". Allerdings wird im humanitären Völkerrecht in bewaffneten Konflikten der Begriff auch zur Abgrenzung "ziviler Objekte" verwendet und kann dadurch - anders als in seiner eindeutigen Zuordnung im angelsächsischen Sprachgebrauch - missverstanden werden.

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Multinationalität (multinational)

Dachbegriff für die Zusammenarbeit der Streitkräfte von mindestens zwei Nationen bei der Durchführung einer speziellen Aufgabe. Bündnisgemeinsame oder alliierte Zusammenarbeit ist ein Spezialfall der multinationalen Zusammenarbeit. An "allied operations" nehmen ausschließlich NATO-Staaten teil. "Multinational operations" bezeichnen Operationen von NATO-Staaten mit Nicht-NATO-Staaten oder ausschließlich Operationen von Nicht-NATO-Staaten.

Hinweis: Der zur Zeit noch häufig verwandte Begriff "combined" wird im Rahmen der gültigen NATO-Terminologie zunehmend durch die Begriffe "allied" bzw. "multinational" ersetzt. Internationale Zusammenarbeit ist hingegen das weltweite Zusammenwirken von Nationen und deren Einrichtungen oder ziviler Organisationen ohne Bindung an Bündnisse oder Koalitionen.

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Nationaler Befehlshaber im Einsatzgebiet

Nationaler Befehlshaber im Einsatzgebiet ist die allgemeine Bezeichnung für den deutschen Führer eines deutschen Kontingentes im Einsatzgebiet bei Einsätzen außerhalb deutschen Hoheitsgebietes. Seine Aufgaben, Befugnisse und genaue Bezeichnung werden im Einzelfall geregelt.

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Öffentlichkeitsarbeit

Information der Bevölkerung in Deutschland über politische Entscheidungen, die sicherheitspolitische Bedeutung des Einsatzes und den militärischen Auftrag der Bundeswehr, um das Verständnis für und die Einsicht in die politischen Rahmenbedingungen und Absichten sowie die Ziele für die Durchführung des Einsatzes zu fördern und zu festigen. Sie wird nicht im Einsatzgebiet durchgeführt. Dort wirkt die Truppeninformation gegenüber den Soldaten und operative Information gegenüber der Bevölkerung und der Truppe der anderen Parteien.

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Operation (Op)

Militärische Handlung von Kräften einer Seite im Einsatz, die zeitlich und räumlich zusammenhängt und auf ein gemeinsames Ziel ausgerichtet ist.

Operationen werden in allen Einsätzen und auf allen Führungsebenen geführt.

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Operative Information

Einwirkung mit kommunikativen Methoden unter Nutzung von

  • Druckerzeugnissen
  • Lautsprechern mit großer Reichweite
  • Hörfunksendungen
  • TV- und/oder Videobeiträgen

sowie sonstigen zur auftragsgerechten Erreichung von Zielgruppen geeigneten Medien auf Zielgruppen im Einsatzgebiet, um deren Einstellungen und Verhalten zu ändern, Vertrauen und Unterstützung für den eigenen Auftrag zu erzielen und damit zum Schutz eigener Kräfte beizutragen.

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Operative Planung

Streitkräftegemeinsame Planung von Operationen, die politische und militärstrategische Vorgaben in operative Ziele mit Prioritäten umsetzt, daraus ein operatives Konzept entwickelt und in Operationsplänen konkretisiert.

Operative Planung ist nicht grundsätzlich an eine militärische Führungsebene gebunden.

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Operative Reichweite

Wechselwirkung aus räumlicher Distanz und zeitlicher Dauer, innerhalb der militärische Kräfte unter Erhalt ihrer Wirksamkeit und Durchhaltefähigkeit für einen gegebenen Auftrag eingesetzt werden können. Operative Reichweite wird wesentlich durch Geographie, Infrastruktur, Logistik und Art der Kräfte beeinflusst. Sie ist ein Faktor für die Planung strategischer Zielsetzungen und beeinflusst unmittelbar die Taktik.

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Stand vom: 25.11.13


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